Ziele erreichen – mit der SMART-Methode!

Beitrag
teilen
Share on facebook
Share on linkedin
Share on xing
Share on twitter
Ziele erreichen mit der SMART Methode

Du bist Unternehmer oder wärst es gerne? Um erfolgreich im Business sein zu können, brauchst du neben vielen Soft Skills auch einen ganz genauen Plan, wie du vorgehen möchtest, um deine Ziele erreichen zu können. Daher stelle ich dir hier die SMART-Methode vor!

Du musst wissen, wo die Reise die nächsten Tage hingehen soll und was du erreichen willst. In diesem Artikel geht es also darum, wie du deine Zeit bestmöglich und effektiv nutzt. Erreiche deine Ziele!

Warum überhaupt strukturieren?

„Der Kluge hält Ordnung, das Genie beherrscht das Chaos“ – dieses Zitat stammt von Albert Einstein. Ganz unrecht scheint er damit nicht gehabt zu haben. Studien beweisen, dass z.B. ein chaotischer Arbeitsplatz die Kreativität fördern kann.
Wenn es aber darum geht Ziele erreichen zu können, führt das Chaos oftmals dazu, die eigentlichen Wünsche aus den Augen zu verlieren. Mit einer Struktur passiert dir das nicht. Denn sind wir ehrlich: Genies wie Einstein sind doch wirklich nur die Wenigsten unter uns! In diesem Artikel möchte ich dir zeigen, wie du dir ein Ziel auswählst, die passende Methodik aufstellst und den perfekten Plan zur Umsetzung entwickelst.

Kontrolliere deine Ziele!

Ohne sie geht es nicht: Die Ziele. Du kannst deinen Alltag strukturieren, wirst aber schnell die Motivation verlieren, wenn du auf nichts Konkretes zusteuerst. Ein Beispiel gefällig? Stell dir vor du suchst das Fitnessstudio nur deshalb auf, weil deine Freunde auch hingehen. Sicherlich wirst du durch den Sport positive Effekte erzielen. Gleichzeitig fragst du dich aber, warum der Kollege nebenan schon viel mehr erreicht hat als du. Und natürlich liegt es daran, dass der Freund mit einer strukturierten Planung an sein ganz klar definiertes Ziel kommt. Er weiß, was er will.

Wenn du dich an einen Businessplan setzt, solltest du dir vorher überlegen, was du konkret erreichen möchtest. Wie erstelle ich mir also ein sinnvolles Ziel? Dazu bietet sich die SMART-Methode an.

SMART-Methode

Die SMART-Methode

Zurecht fragst du dich: Was bedeutet SMART? SMART ist eine Abkürzung aus dem Bereich des Projektmanagements. Diese steht für:

S – Spezifisch

M – Messbar

A – Aktivierend

R – Realistisch

T – Terminiert

Kurz gesagt: Diese 5 Kriterien müssen bei einer Definition von Zielen und im Rahmen einer Zielvereinbarung erfüllt sein, damit die Zielsetzung als SMART gelten kann.

 

SMART-Methode: Ich will fit werden!

Damit du einmal Schritt für Schritt nachvollziehen kannst, wie SMART-Methode funktioniert, erkläre ich dir das am Beispiel des Fitnessstudio-Gängers, der zunächst ein sehr grobes Ziel in den Raum wirft – „Ich will fit werden!“.

Der Wunsch „fit zu werden“ ist sehr vage und ein wenig nichtssagend formuliert. Was bedeutet fit werden für dich?

Werde spezifisch (S)! Wenn du dir nun überlegst, dass du gerne abnehmen möchtest, um deine Fitness zu erhöhen, hast du damit erst einmal formuliert, wie du „fit werden“ überhaupt definierst. Im Anschluss daran, geht es dann um die Messbarkeit (M) dieses Ziels. Bei den (hoffentlich) purzelnden Kilos, ist das ein einfach zu bestimmender Wert. Nehmen wir also an, du willst 5 Kilo abnehmen.

Schon sind wir beim Punkt der Aktivierung (A). Es geht darum, wieso es für dich ansprechend ist abzunehmen. Mögliche Gründe wären: Gesünder leben, beweglicher werden, attraktiver aussehen etc.

Wenn du für dich definiert hast, wieso du abnehmen möchtest, ist der nächste Punkt der Realismus (R) deines Vorhabens. 5 Kilo abzunehmen ist in diesem Fall nicht unbedingt einfach, aber insgesamt ein machbares Ziel.

Der letzte Punkt der SMART-Methode ist die Terminierung (T). Du solltest dir ein fixes Datum überlegen, bis wann du deine 5 Kilo verlieren willst.

Somit hast du letztendlich ein SMARTes Ziel formuliert, indem alle 5 Kriterien berücksichtigt wurden!

 

Back to Business

Das anschauliche Beispiel lässt sich natürlich auch auf den Alltagsalltag übertragen. Hierbei empfiehlt es sich mit kurzfristigen Zielen zu arbeiten, sodass du dir zumindest eine konkrete Wochenplanung erstellen kannst.

Nehmen wir an, du möchtest dein Unternehmen voranbringen und nimmst dir spezifisch (S) vor, in direkter Zukunft mehr Telefonakquise durchzuführen. Um das Ganze messbar (M) zu machen, strebst du insgesamt 10% mehr Kaltaquise via Telefon an.

Jetzt stellt sich die Frage nach deiner Motivation. Was erhoffst du dir konkret durch deine Maßnahme? Geht es darum ein größeres Netzwerk aufzubauen oder die Abschlusszahlen zu erhöhen? Was macht es für dich also ansprechend (A) mehr Menschen anzurufen?

Gehen wir davon aus, du möchtest durch die Maßnahme insgesamt 5% mehr Umsatz generieren. Hast du dir damit dann auch ein realistisches (R) Ziel gesetzt? An dieser Stelle gilt es abzuwägen, ob du überhaupt die Zeit hast 10% mehr Telefonate zu führen. Hier ist vor allem dein Zeitmanagement gefragt.

Wenn für dich klar ist, dass dein Ziel realistisch ist, geht es am Ende nur noch um die Terminierung (T). Wann soll das Ziel erreicht sein? Ist die angestrebte Woche drin oder kannst du erst einmal nur 5% mehr Telefonakquise pro Woche schaffen? Das Zeitfenster muss demnach ebenfalls stimmen. Wenn du diese Punkte alle berücksichtigst, hast du dir ein erstes SMARTes Business-Ziel gesetzt. Dies ist die Grundlage für die jetzt folgende Struktur!

SMART-Methode

Nicht nur SMART-Methode, probiere dich aus!

Was du direkt merken wirst: Es dauert seine Zeit bis du die richtige Methodik für deine Ziel-Umsetzung gefunden hast. Jeder Mensch tickt, was das angeht, ein wenig anders. Es wäre vermessen zu behaupten, dass es DIE eine richtige Vorgehensweise gibt. Ob du dein Zeitmanagement mit
Post-ITs, To-Do Listen oder mit einem Word-Dokument strukturierst, kommt ganz auf dich an. Der klare Vorteil ist unverkennbar: Das Protokollieren von Tätigkeiten, To-Dos etc. bringt in jedem Fall eine Ordnung in deinen Alltag.

Finde für dich heraus, mit welcher Methode du am ehesten dein Ziel erreichen kannst:

1.      Strukturierung am PC/Tablet/Smartphone

oder

2.      Strukturierung mit Stift und Papier

Wichtig dabei ist, einer Methode 1-2 Wochen Zeit zu geben, damit du dich auf die Umstellung überhaupt einlassen kannst. Mach dir selbst ein Bild, wie du am besten arbeiten kannst, um deine Ziele erreichen zu können.

Ziele erreichen: Pläne schmieden

Die Methodik allein reicht nicht aus, jetzt muss natürlich noch ein konkreter Plan zur Umsetzung her.

In unserem Beispiel, möchtest du 10% mehr Telefonakquise in der Woche erreichen. Dazu empfiehlt es sich, deine bisherigen Aufgabenfelder anzuschauen, um zusätzliche Zeitfenster für die Akquise zu finden. Fallen dir direkt zeitfressende Tätigkeiten auf? Diese sollten von dir reduziert oder bestenfalls eliminiert werden. Was kann also warten, reduziert werden oder sogar ganz wegfallen, da es nicht zielführend ist? Diese Tätigkeiten kannst du in einer Excel-Liste protokollieren, um einen Überblick über sie zu bekommen.

Hast du dies geschafft, solltest du Zeitfenster für die Akquise zu setzen. Dabei musst du nicht jede Viertelstunde protokollieren und einplanen. Es reicht zu Anfang aus grobe Zeitfenster zu benennen. Mit der Zeit kannst du dann spezifischer werden, um auch wirklich auf 10% mehr Akquise zu kommen.

Auch einen Plan B haben

Wenn du jetzt aber sagst: „Meine Aufgaben sind alle gleich wichtig!“ und generell nicht weißt, wo du Zeit einsparen kannst, musst du dir überlegen, wie du Aufgaben abgeben kannst. Sei es an die Kollegen oder auch die Mitarbeiter.
Gerade hier ist das Protokollieren von Zeit im Vorfeld immens wichtig. Schließlich musst du vor den Kollegen/Mitarbeitern begründen, wie viel Zeit die wichtigen Aufgaben in Anspruch nehmen und warum du sie abgeben willst.

Dabei solltest du dein Ziel unbedingt anhand der SMART-Methode begründen können.

Feedback ist das A und O

In der „Testphase“ der Strukturierung angekommen, ist es essentiell die eigenen Beobachtungen auch zu protokollieren. Gebe dir und deinen Bemühungen auch ein Feedback, um dein Ziel erreichen zu können. Das klingt vielleicht erst einmal etwas ungewöhnlich, macht aber Sinn, wenn du ehrlich zu dir selbst bist.

Du solltest dich also fragen, ob die Struktur, die du dir geschaffen hast, auch wirklich zu dir und deiner Arbeitsweise passt.

Typische Fragen, die du dir dazu stellen könntest, sind zum Beispiel:

Hast du einen guten Überblick über deine Projekte?

Hast du deine Arbeitsabläufe verinnerlicht?

Was hat sich verändert?

Wie produktiv und effizient laufen deine Arbeitsabläufe mittlerweile ab?

Wie fühlst du dich bei der Umsetzung von Plan A im Gegensatz zu Plan B?

Mit den Antworten auf diese Fragen, kannst du nach und nach deinen eigenen Strukturrahmen setzen, den du benötigst. Denn nur, wenn du für dich herausgefunden hast, wie viel Struktur du im Business brauchst, kannst du auch erfolgreich an deinen Zielen arbeiten.

Deine Ziele erreichen – auch in Krisenzeiten

Es läuft nicht alles glatt. Gerade am Anfang ist die SMART-Methode nicht direkt umsetzbar, weil immer wieder etwas dazwischenkommt. Was aber, wenn eine wirkliche Unternehmenskrise vorliegt?

Auch hier hilft ein strukturiertes Vorgehen. Wenn dir alles über den Kopf wächst, sollte es erste Priorität sein, die Ruhe zu bewahren, um sich zunächst einen genauen Überblick über die eigentliche Krisensituation zu verschaffen.

Je nachdem wie schlimm es für das Business aussieht, müssen die SMART-Ziele natürlich an deine aktuelle Situation angepasst werden.

Dazu hilft es, erst einmal alles aufzuschreiben, was dir an Gedanken um die existenzielle Krise gerade durch den Kopf geht. Danach gilt es, die Dinge von der Liste zu streichen, auf die du keinen Einfluss hast. Dazu zählen äußere Einflüsse wie z.B. aktuell die Corona-Krise und/oder eine Wirtschaftskrise. Die Horror-Liste wird nach diesem Punkt ganz bestimmt schon kleiner geworden sein. Nun kannst du deine Schwachstellen genau analysieren und darauf eingehen, was du konkret tun kannst. Vielleicht musst du in einer solchen Situation dein Ziel der gesteigerten Telefonakquise ja noch einmal von 10 auf 20 % erhöhen, um kurzfristig mehr Einnahmen zu generieren?

Tatsächlich zeigt dir jede Krise, was noch nicht stabil steht, wo die Lücken im System sind und was du zuerst ausbessern und aufbauen solltest. Dabei solltest du immer die Struktur beibehalten und auf keinen Fall verfrüht alle schon erreichten Maßnahmen über Bord schmeißen.

Fazit: Ziele erreichen mit der SMART-Methode

Deine Ziele kannst du immer dann bestmöglich erreichen, wenn du dir eine für dich ideale Struktur aufbaust. Wichtig ist dabei, dass du dir Ziele suchst, die klar abgesteckt sind. Die SMART-Formel ist natürlich nur eine Lösung – es gibt sicherlich noch viele andere Möglichkeiten zur perfekten Zielstellung zu kommen. Neben deinem Plan A, sollte es auch einen Plan B geben. Allen möglichen Vorgehensweisen solltest du also eine wirkliche Chance geben. Gib nicht auf, wenn mal etwas nicht sofort klappt. Dabei kann es helfen, sich selbst Feedback zu geben – und sich natürlich auch mit anderen Personen auszutauschen. Was läuft gut und was nicht? Diese aufgebaute Struktur hilft dir schlussendlich auch Krisenzeiten zu überstehen.

Und jetzt leg los und schaffe dir deine individuelle Struktur, um dein Ziel zu erreichen!

Weitere Beiträge zum Thema

Führungsstile: die Übersicht (2020)

Ziele erreichen – mit der SMART-Methode!

Mitarbeitermotivation: Hole das Beste aus deinen Mitarbeitern heraus!

Führungskompetenz: SO wirst du zur starken Führungskraft

Mitarbeiter richtig motivieren und führen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Willst du mehr verkaufen?

Mein Name ist Dirk Kreuter, und ich helfe Unternehmern zu mehr Verkäufen. Stellt sich nur die Frage: “Deinem auch?”

Über Dirk Kreuter

Dirk Kreuter ist einer der einflussreichsten Vordenker zu den Themen Vertrieb, Verkauf und Akquise, sowohl online wie offline. Er hält schon seit 1990 begeisternde Vorträge und ist Autor von über 50 Büchern & Hörbüchern.

Willst du mehr verkaufen?

Mein Name ist Dirk Kreuter, und ich helfe Unternehmern zu mehr Verkäufen. Stellt sich nur die Frage: “Deinem auch?”

Willst du verkaufen lernen?

Erhalte jetzt regelmäßig wertvolle Tipps