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Kooperativer Führungsstil mit Teambildung und nachhaltigem Wachstum

Ein Kooperativer Führungsstil will gelernt sein. Hier sind die Do´s und Dont´s für das Kooperative Führen vor allem für einen gelungenen, sowie sehr nachhaltigen Teamaufbau.

Firmen und Führungskräfte sich heutzutage immer auf dem Suche nach dem Besten Führungsstil für Ihre Unternehmen. Wie schaltet und waltet das Team am Besten? Wie verhält man sich bei Entscheidungen? Wen bezieht man wie ein? Wie holt man das Optimum für alle in der Firma heraus?

Fakt ist: Es gibt keinen pauschalen Führungsstil, weil jedes Unternehmen anders tickt und die Ziele – mal abgesehen von Gewinn und Wirtschaftlichkeit- unterschiedlich definiert sein können. Welche ultimativen Arten von Führungsstilen es im Jahre 2020 gibt, hatten wir bereits hier im Magazin erörtert. 

In diesem Blogartikel ist das Hauptaugenmerk auf den kooperativen Führungsstil gerichtet. Für den Geschäftsführer selbst, wie auch für den Aufbau des Teams. 

Was genau ist ein kooperativer Führungsstil?

Der kooperative Führungsstil findet heutzutage in vielen modernen Unternehmen der westlichen Wirtschaftswelt seine Anwendung. In Ländern ohne demokratische Strukturen im politischen Umfeld ist er dagegen kaum anzutreffen.

Ein kooperativer Führungsstil zeichnet sich im Wesentlichen dadurch aus, dass Führungskraft und Mitarbeiter sowohl in der Entwicklung von Ideen, als auch in der Umsetzung von Projekten eng zusammenarbeiten und sich in ihren Kompetenzen ergänzen. Verantwortlichkeiten und Aufgaben werden nach Konsensfindung aufgeteilt.

Wann ist ein kooperativer Führungsstil sinnvoll anzuwenden? 

Die Führungskraft sollte diesen Führungsstil immer nur dann anwenden,  wenn der Mitarbeiter bereits einige Monate im Unternehmen beschäftigt ist. Bei Einstellung von Arbeitnehmern ist nämlich zunächst nämlich immer der autoritäre Führungsstil empfohlen. 

Wann spiel ein kooperativer Führungsstil eine Rolle?

Ganz allgemein gesehen zunächst einmal in Firmen, in denen:

  • ein sehr offenes Betriebsklima herrscht. Hierbei sind beispielsweise Diskussionen und Vorschläge durch die Mitarbeiter gestattet und höchst erwünscht.
  • Die Motivation der Mitarbeiter durch die Signalisierung von Wertschätzung gefördert wird.
  • Wechselseitige Unterstützung und Eigeninitiative herrscht: Sei es denn in der Belegschaft und in der Führungsebene. 
  • Stärke und Durchsetzungsfähigkeit regiert. 
  • Transparenz in der Kommunikation sowie auch der Entscheidungsfindung State of the art ist. 

 

Wichtig ist hierbei allerdings zu wissen:

Auch wenn die Partizipationsmöglichkeiten der Mitarbeiter an der Entscheidungsfindung sehr vielfältig und oft unterstützend in vielerlei Form und Hinsicht sind, bestehen jedoch dennoch weiterhin klare Strukturen und Hierarchien im Unternehmen.

Ein Beispiel: Bei einer unbeliebten Entscheidung der Geschäftsführung ist auch mal ganz offen eine Abwägung von Verständnis und die Akzeptanz zu treffen.

Damit Mitarbeiter wie auch Vorgesetzte gleichermaßen berücksichtigt werden, sollte bestenfalls immer alles in Waage gehalten werden. Andernfalls ist womöglich ein kooperativer Führungsstil nicht mehr einzuhalten. Beiderseitiges Vertrauen ist das Optimum und die Basis dafür.

Vorteile und  Nachteile des kooperativen Führungsstils 

Die Vorteile liegen auf der Hand, denn Konflikte werden in der Regel in gemeinsamen Gesprächen aufgelöst. Im Teambildung allgemein wird beobachtet, dass unter diesem Führungsstil vor allem Vorgesetzte entlastet werden und Hilfe bei allen möglichen Entscheidungsfindungen erhalten, die sie sonst niemals hätten. Auch dieser Fakt verlagert die Verantwortung auf mehrere Schultern, so dass kein einzelner die große Bürde der Entscheidungen trägt. Ein absolut positiver Aspekt ist auch, dass sich die Mitarbeiter dadurch mehr und mehr mit dem Unternehmen identifizieren. Kreativität und Eigeninitiative wird demnach ebenfalls ansteigen.

Die schon erwähnte Teamarbeit und Teambildung wird zusätzlich gefördert durch die offene Kommunikation. Unter diesem Stilmittel der Kommunikation erleben vor allem die Mitarbeiter ein Gefühl der Wertschätzung. Und Wertschätzung steigert immer die Eigen-Motivation, sich für sein Unternehmen einzubringen.

Selbstverständlich gibt es aber auch Nachteile im Zuge dieser Führung:

Denn lädt man offen zur Diskussion, Entscheidungsfindung und zu Gesprächen ein, kann genau das dann die Prozesse bis zur Entscheidung unnötig in die Länge ziehen. Ganz nach dem Motto “viele Köche verderben den Brei” kann diese Situation zu Spannungen und Konflikten innerhalb des Unternehmens führen.

3 Kernkompetenzen beim Führen

drei KERNKompetenzen beim führen:

Die Sozialkompetenz oder auch Emotionale Intelligenz genannt brillieren: 

Hier sind Fähigkeiten wie Mitgefühl, Takt und Höflichkeit gefragt. Es geht darum, eigene und andere Gefühle (korrekt) wahrzunehmen, zu verstehen und zu beeinflussen. Die Empathie ist ein wesentlicher Baustein, denn ein Mensch, der erkennt, was andere fühlen, kann früher versteckte Signale im Verhalten anderer erkennen, und herausfinden, was sie können oder wollen. Gerade im kooperativen Führungsstil ist das ein enorm wichtiger Faktor; unter anderem für eine gelungene Teambildung auf lange, nachhaltige Sicht.

Mit Fachkompetenz glänzen und Unternehmensstrukturen kennen und verstehen lernen :

Hier geht es um die Produktkenntnis – sei es denn die physischen oder auch digitalen Produkte. Hilfreich ist es hier, dass Führungskraft wie auch Mitarbeiter genau diese Produkte auch kennen. Unter anderem zu Schulungszwecken kann man hier Einblick gewähren, so dass jeder weiss, was dort eigentlich verkauft wird.

Man muss das eigene Produkt, insbesondere wenn es erklärungsbedürftig ist, und alles was damit zusammenhängt, verstehen.

Dazu zählt man auch die eigenen Unternehmensstrukturen und Prozesse. Ein Meilenstein wäre es daher, wenn man von vorne herein die Mitarbeiter sowie auch den Chef die unterschiedlichen Strukturen und Prozesse einmal durchlaufen lässt. Jenes trägt zum gegenseitigen Respekt und Verständnis untereinander bei, was ja gerade beim besagten Führungsstil maßgeblich ist. 

Viele Vertriebsmitarbeiter bekommen Produktschulungen, geben sich mit einem gefährlichen Halbwissen zufrieden und ziehen (beispielsweise als Außendienstleister) durch die Lande. Das ist nach wie vor der größte Fehler, den so viele Unternehmer begehen und tolerieren. 

In diesem Führungsmodell sollte dies nicht so sein. Die Lösung lautet deshalb:

Auch ein (Außendienst)- Mitarbeiter muss jede einzelne Abteilung durchlaufen und die Sorgen und Nöte aller internen Ressourcen erleben, um die einzelnen Abläufe zu verinnerlichen. Er sollte die Einzelkompetenzen kennen und die Wechselwirkungen verstehen. 

Abschließend ist die Methodenkompetenz zu nennen, um das Bild zu vervollständigen:

Hier geht es um die eigene Strukturierung und die Lösungsfindung. Der Mitarbeiter muss sich organisieren können und ein ausgewogenes Zeitmanagement haben.

Es muss WICHTIGES von DRINGENDEM unterscheiden können, denn nicht alles, was wichtig ist, muss unbedingt so schnell wie möglich erledigt werden. Und nicht alles, was dringend zu sein scheint ist auch wirklich wichtig. So einfach sich das hier anhört, so scheint es den meisten Mitarbeitern größte Schwierigkeiten zu bereiten, ihre Prioritäten hier zu setzen.

Aus all diesen 3 Kompetenzen erwächst schließlich die für den Kooperativen Führungsstil so unbedingt wichtige HANDLUNGSKOMPETENZ :

Macht die Führungskraft sowie auch die Mitarbeiter ihre Hausaufgaben und fördert diese drei, dann sorgt sie dafür, dass der Mitarbeiter in entsprechenden Situationen selbstständig, verantwortlich sowie sach- und fachgerecht Probleme und Aufgaben lösen kann. 

Fazit: Sensibel Führen ohne autoritär zu wirken

Der kooperative Führungstil kann ein echter Gamechanger sein- wenn alle an einem Strang ziehen. Für die Führungskraft wie auch alle Mitarbeiter.

Als Führungskraft muss man zur Lösung der oben genannten Nachteile aber auch ein hohes Maß an Geduld aufbringen, wenn die Entscheidungswege einmal länger dauern. Offene Kommunikation kann toll sein zur Teambildung – wenn Sie nicht ins Gegenteil umschlägt.

Und werden die unterschiedlichen Meinungen und Ideen zu Spannungen und Konflikten, muss eben diese Führungskraft auch hart durchgreifen können mit Durchsetzungskraft. Hierbei ist es jedoch ganz wichtig, dass man nicht autoritär wirkt.

Die Vielzahl an unterschiedlichen Ideen und Meinungen kann zu internen Spannungen und Konflikten führen.Führungskräfte benötigen mitunter eine Menge Geduld.Die offene Diskussionskultur fordert von der Führungskraft ein hohes Maß an Durchsetzungsvermögen, ohne dabei zu autoritär zu wirken.

Führe ohne autoritär zu wirken

Stimmt das und ist das Teamgefüge in sich auf Akzeptanz, Zuhören und Wertschätzung erbaut, kann der kooperative Führungsstil nur eine Win-Win-Situation für alle und eine nachhaltige Teambildung und Firmen-Zukunft sein. 

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