Führungskompetenz: SO wirst du zur starken Führungskraft

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Führungskompetenz

Welche Führungskompetenzen benötigst du, um erfolgreich dein Team zu führen?
Erfahre hier, welche Fähigkeiten dafür von Bedeutung sind und wie du sie trainieren kannst!

Du möchtest gerne Unternehmer werden oder bist bereits Unternehmer? Bist du in der Lage, Menschen oder sogar Teams zu führen? Mit 10 Leuten, 50 oder sogar 100 Mitarbeitern?

Was bedeutet Unternehmer sein eigentlich? Unternehmer bedeutet, dass du ein skalierbares Geschäftsmodell und Mitarbeiter hast, die das für dich umsetzen. Diese Mitarbeiter müssen geführt werden, und zwar von dir als Unternehmer.

Egal ob Angestellter, Manager in einem Unternehmen, Vertriebsleiter oder was auch immer du bist. Du führst Mitarbeiter und bist für sie verantwortlich. Jetzt stellt sich die Frage, ob Führen von Gott gegeben oder ein reines Handwerk ist, welches  sich lernen lässt? Ich bin fest davon überzeugt, dass Führung lernbar ist. Aber kann das wirklich jeder machen? Definitiv nicht.

Dafür brauchst du Interesse an den Bedürfnissen, Wünschen, Neigungen und Abneigungen anderer Menschen und zwar für die du verantwortlich bist. Und wenn du diese Grundeigenschaft hast, kannst du es lernen.

Was bedeutet Führungskompetenz wirklich?

Das Persönlichkeitsprofil eines guten Leaders umfasst eine Reihe verschiedener Eigenschaften. Unter anderem Durchsetzungsvermögen, Empathie, Mut, Intelligenz und Verhandlungsgeschick.

Welche Führungskompetenzen hältst du als Teamleiter oder Vorgesetzter für besonders wichtig? Das ist die Schlüsselfrage.

 „Führungskompetenz“besteht aus den Fähigkeiten, die notwendig sind, sinnvolle Ziele zu setzen und das Verhalten von Menschen und Organisationen so zu beeinflussen, dass die Ziele in messbare Resultate umgesetzt werden. Dies führt zum Führungserfolg.

Die Fähigkeiten bestehen aus einer Kombination aus den sogenannten Soft Skills (Führungsverhalten) und Hard Skills (Planungs- und Steuerungssysteme). Zu den Soft Skills gehören Kompetenzen wie Vorbild sein, Vertrauen oder Selbstvertrauen schaffen. Während es bei den Hard Skills dem Wort nach um härtere Kompetenzen wie Strategieentwicklung, Organisationsgestaltung, Prozessoptimierung und/oder Anwendung von Kennzahlensystemen geht.

Wenn du als Führungskraft ein Team oder ein Unternehmen leiten möchtest, solltest du also beide –Soft & Hard Skills – mitbringen.

Führungskompetenz - SO wirst du zur starken Führungskraft

Wo lernt man Führung?

Beim Militär

Auch wenn nicht jeder Durchschnittsmensch beim Militär ist, ist es der Ort, an dem man eine sehr gute Führungsausbildung bekommen kann. Wenn du eine Laufbahn als Offizier oder Unteroffizier beim Militär anstrebst, kannst du dort eine hervorragende Führungsausbildung bekommen und erlebst es direkt am Leib, was es bedeutet, Menschen zu leiten.

Große Konzerne

In großen Konzernen lernst du, wie man richtig führen kann mit sogenannten Führungskräfte-Entwicklungsprogrammen oder Trainee-Programmen. In diesen Führungs-Programmen kriegst du sogar einen Mentor an deine Seite und du lernst, wie man richtig führt. Du bist verantwortlich für kleine Gruppen, die du führen wirst. In großen Konzernen lernst du das Führen von Menschen, sei es von Kollegen oder Mitarbeitern.

Führungs-Seminare

Wenn du nicht beim Militär bist und auch nicht in einem großen Konzern arbeitest, dann kannst du es mit Führungs-Seminaren probieren. Diese Seminare zeigen dir,  wie Führung richtig läuft.

Professionelle Berater begleiten dich während der Führungs-Seminare und werden dich bestens dafür ausbilden. Dafür werdet ihr Gebrauch von super Büchern, Online-Kursen oder Audiokursen machen. Es gibt also viele Alternativen, wie man Führung lernen kann.

Welche Fähigkeiten hast du als Führungskraft?

Der Erfolg deines Unternehmens hängt davon ab, wie deine Führungskompetenzen sind. Egal ob du Angestellter im Unternehmen, Leiter eines Teams oder Unternehmer bist, der sein Unternehmen größer machen will.
Du brauchst Führungskompetenzen. Sonst bist du der limitierende Faktor im Unternehmen.

Wenn du als Unternehmer einen Mitarbeiter suchst, der ein Team einer Abteilung leiten soll, aber keine Führungserfahrung hat oder sich nie damit beschäftigt hat, wird das nichts mit der Führungstätigkeit.
Der Titel auf der Visitenkarte „Head of Sales“ oder das Einkommen hören sich gut an, sie reichen aber nicht aus. Du musst führen können.

Führen heißt also Ziele mit den Mitarbeitern vereinbaren können, dafür sorgen, dass die Ziele auch eingehalten werden, gegebenenfalls Kritik-/Trennungsgespräche, Recruitingprozesse führen, Führen im Alltag – Das alles gehört zum richtigen Führen dazu und kann dich weiterbringen – im Unternehmen oder als Unternehmer.

Bewirbst du dich für eine Stelle als Führungskraft, beschäftige dich damit. Besuche Seminare, lies dir die entsprechende Literatur durch und nutze jede Gelegenheit, dir Führungskompetenz anzueignen.

Führungskompetenz entwickeln

Wenn du meinst, dass deine Führungskompetenz ausbaufähig ist, dann bist du auf dem richtigen Weg. Denn Selbstreflexion ist die Voraussetzung dafür, dass du dich weiterentwickelst – und zwar als Führungskraft.

An diesen Kompetenzen kannst du arbeiten und deine Stärken und Schwächen verbessern:

Der Unterschied zwischen einem Chef und einer Führungskraft

Das Modell der Transformationalen Führung besagt, dass Führungskompetenz eng mit dem Verhalten eines Vorgesetzten verbunden werden kann.
Es gibt aber klare Unterschiede zwischen einem klassischen Chef und einem starken Leader mit Führungskompetenz:

5 wichtige Führungskompetenzen

Es gibt Beispiele von Führungskompetenzen für (angehende) Führungskräfte, wodurch sie sich von anderen Vorgesetzten abheben. Hier sind fünf Beispiele:

Moral

Moral landet auf dem 1. Platz der außergewöhnlichen Führungskompetenzen. Dies wird von zahlreichen Studien bestätigt.

Laut einer Studie der Universität Sussex aus dem Jahr 2017 sind Mitarbeiter glücklicher und produktiver, wenn ihre Vorgesetzten hohe moralische Standards besitzen.
Die Studie besagt somit, dass Mitarbeiter Führungspersönlichkeiten folgen, die nicht nur an sich selbst denken, sondern an die ganze Gesellschaft. Und die nach starken moralischen und ethischen Prinzipien handeln und ein klares Ziel verfolgen.

Führung bedeutet, dass gesellschaftliche Ansprüche wahrgenommen werden. Somit werden die Mitarbeiter dazu bereit sein, auch freiwillig Extrastunden zu arbeiten und sind obendrein noch zufriedener und leistungsstärker.
So stellen ethische und moralische Standards eine der wichtigsten Führungskompetenzen dar, die ein Unternehmer, Manager oder Vorgesetzter mitbringen sollte.

Werden Mitarbeiter gefragt, welche Führungskompetenzen für sie die wichtigsten sind, antworten viele darauf, dass eine Führungskraft hohe ethische und moralische Standards besitzen sollte.
Dies wird mit einer länderübergreifenden Studie bestätigt, die in einem Beitrag  im Harvard Business Review erschienen ist und in der 195 Führungskräfte in 15 Ländern befragt wurden, welche Führungskompetenzen für sie die wichtigsten sind.
67 Prozent der Befragten hielten das Attribut „hohe ethische und moralische Standardsfür relevant.

Zu den hohen Standards gehören natürlich auch Fairness zu den Mitarbeitern, offene und klare Kommunikation von Zielen und ein Grundvertrauen sowie ein gewisses Grad an Fehlertoleranz.

Offenheit

Offenheit wird heutzutage ganz groß geschrieben – und das überall und von jedem. Offen sein für Andere, für Neues, für neue Arbeitsprozesse, neue Kulturen etc.  Aber sind wir denn wirklich offen?
Die richtige Antwortet lautet hier: Offen sein bedeutet, dass du in der Lage sein solltest, deine Meinung zu überdenken und zu ändern!

Eine gute Führungskraft kann das und wird immer versuchen, offen zu sein. Sei also flexibel genug, um deinen Standpunkt zu ändern.

Offenheit heißt allerdings nicht, dass du als Führungskraft beliebig handeln kannst, wie du möchtest. Du solltest durchaus die Prinzipien und Grundsätze verkörpern, die eine gute Führungskraft ausmachen.

Mentalitätsunterschied

Führungskräfte, deren Führungsstil sich stark von der Unternehmenskultur abhebt, schaffen einen Mehrwert. Aber warum ist das so? Sollten gute Führungskräfte nicht die Unternehmenskultur verkörpern? Sowohl nach innen als auch nach außen? Ganz im Gegenteil! Diese sind auf Dauer ineffektiv.

Eine Führungskraft sollte die Lücken ausfüllen, die das Unternehmen offen lässt. Sie soll Energie frei setzen, Ressourcen bereit bereitstellen, die das Unternehmen nicht bereitstellen kann. So werden offenbar die Differenzierungen der Führungskräfte vom Unternehmen viel effektiver sein als die Übereinstimmungen.

Es gibt zahlreiche Beispiele, wo Vorgesetzte nur die alten Methoden und Arbeitsweisen wiederholen, die im Unternehmen in der Vergangenheit funktioniert haben. Eine gute Führungskraft hingegen wird immer ganz neue und innovative Prozesse ins Leben rufen und mit neuen Ideen und Ansätzen begeistern.

Doch laut Experten seien nicht alle Differenzierungen stets positiv. Demnach soll eine Führungskraft die Mitarbeiter mitnehmen und überzeugen. Der Führungsstil sollte also nicht allzu konfrontativ und autoritär sein.

Verpflichtung

Wenn du häufig Sätze wie „Ich fühle mich verpflichtet, mich permanent fortzubilden“ sowie

„Ich möchte mir selber helfen, selbst zu einem Leader zu werden.“ verwendest, dann bist du auf dem richtigen Weg. Auf Deutsch übersetzt heißt das nämlich: Fördern und Fordern.

Deine Mitarbeiter werden von dir als Führungskraft erwarten, dass du sie stets persönlich voranbringst und die Karriereleiter hinaufschiebst. Dies bedeutet eine Win-Win-Situation für beide Seiten. Wenn du deine Mitarbeiter förderst, wirst du im Gegenzug mit einer erhöhten Leistungsbereitschaft und Loyalität rechnen. In der Praxis heißt das: Verantwortung übergeben, Feedback und Lob erteilen und Weiterbildungen anbieten.

Auf der anderen Seite wirst du dich selber herausfordern und wirst deinen Ehrgeiz und Energie dafür verwenden, dich stets weiterzuentwickeln. Somit kannst du nicht nur dein Team insgesamt stärken, sondern auch deine eigene Position im Unternehmen.

Altruismus

Gibt es einen Chef, der seine eigenen Interessen hinter die seiner Mitarbeiter stellt?

Wenn man einer Studie folgt, die 2015 im Academy of Management Journal erschienen ist, sollte es solche Chefs wirklich geben. Demnach führen altruistische Führungskräfte zu besseren Leistungen der Mitarbeiter, höherer Kundenzufriedenheit und einer geringeren Fluktuation im Unternehmen.

Wenn du als Führungskraft Sätze wie „Tu dies“ Lass das“ zu deinen Mitarbeitern sagst, wirst du merken, dass sie dich auf Dauer meiden werden. Dieser autoritäre Führungsstil ist vom Optimum am weitesten entfernt. Versuche stattdessen deinen Beschäftigten mehr Freiraum zu geben und verwende Sätze wie:

Wie kann ich dir helfen? Was brauchst du, um…? Lass mich dir helfen!

So wirst du merken, dass sie im Allgemeinen zufriedener sein werden und fördert auch ihren Teamgeist, Loyalität und Hingabe im gesamten Betrieb. Dies wird sich natürlich positiv auf die Unternehmenskultur auswirken und die Effizienz deines gesamten Unternehmens  verbessern.

Führungskompetenz entwickeln: Best Practices

Effektive Lernmethode für Kompetenzen (10-20-70)

Wenn du deine Führungskompetenz verbessern möchtest, dann musst du es in der Praxis üben. Es ist anders als das Erlernen von Wissen. Denn ohne die Praxis der Kompetenz kannst du keine messbaren Erfolge erzielen. Du musst es anwenden. Es ist wie das Erlernen einer neuen Sportart. Ein Tennisspieler kann alleine mit dem Wissen über Ballistik kein Turnier gewinnen.    Führungskompetenz bedeutet also erfolgreich angewandtes Wissen, wo du Theorie und Praxis miteinander kombinierst. Dies wird mit Studien aus der Lernforschung bestätigt, die besagen, dass 70% des Lernens aus dem Praktizieren kommen. Und die restlichen 10% des Lernerfolgs einer Kompetenz verdanken wir dem Lesen und Zuhören, 20% anderen Menschen (Vorbildern).

Genauso ist es mit der Führungskompetenz: Lernen und Anwenden sind der Schlüssel zum erfolgreichen Leader.

Unterstützung der Führungskräfteentwicklung – Aber wie?

Die Auswahl von Führungskräften ist scheinbar das wichtigste in Unternehmen. Denn ohne die richtigen Menschen an der Front, werden Erfolge und Resultate kaum zu sehen sein.

Um aber die richtigen Führungskräfte zu ermitteln und die bereits vorhandenen in Unternehmen zu unterstützen, muss erst eine zuverlässige Diagnose der Persönlichkeitsmerkmale, Werte und Kompetenzen von Führungskräften erstellt werden. So entstehen keine falschen Erwartungen und Illusionen. Mit sogenannten Instrumenten wie Verhaltensinterviews, Testverfahren oder 360-Grad-Feedback Fragebögen wird die Diagnostik erstellt.

Wirksamkeit von Training & Coaching

Bei einem Coaching geht es darum, einen kurzfristigen und einen langfristigen Persönlichen Entwicklungsplan zu erstellen, der als Grundlage für ein Gespräch mit dem Disziplinarischen Vorgesetzten dient. Du kannst als Führungskraft entweder an einem persönlichen oder einem kollegialen Coaching (für größere Unternehmen) teilnehmen. Diese werden dir helfen, deine Kompetenzen Schritt für Schritt weiter auszubauen. Am wirksamsten ist aber die Beziehung zwischen dem Coach und seinem Klienten (Coachee). Wenn es dem Coach gelingt, das Vertrauen seines Klienten zu gewinnen und der Coachee starkes Engagement zeigt, weil er zum Beispiel einen großen „Problemdruck“ verspürt, ist der Erfolg so gut wie sicher.

Mehr?

Waren für dich hilfreiche Tipps dabei? Dann solltest du dir unbedingt meinen Artikel zum Thema: “Mitarbeiter motivieren” durchlesen! 

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Über Dirk Kreuter

Dirk Kreuter ist einer der einflussreichsten Vordenker zu den Themen Vertrieb, Verkauf und Akquise, sowohl online wie offline. Er hält schon seit 1990 begeisternde Vorträge und ist Autor von über 50 Büchern & Hörbüchern.

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