Autoritärer Führungsstil: Ob das gut gehen kann?

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Die Mitarbeiter haben gefälligst nach meiner Pfeife zu tanzen, denn wie auch sonst lassen sich die Unternehmensziele erreichen? Klar muss man dafür auch einmal etwas lauter werden. Aber ansonsten läuft der Laden einfach nicht so, wie ich mir das vorstelle. Kommt Ihnen das bekannt vor? Dann ist ein autoritärer Führungsstil bei Ihnen aller Wahrscheinlichkeit nach gängige Praxis. Diese Form der Mitarbeiterführung mag in einigen Fällen zwar durchaus sinnvoll erscheinen – er birgt jedoch auch Gefahren, die für das eigene Weiterkommen brandgefährlich sein können.

Grundsätzlich

Führungskräfte, die in Ihrem Geschäft einen autoritären Führungsstil einsetzen, haben ein großes Problem. Sie werden vom ständigen Verlangen geleitet, ihre Mitarbeiter auf Punkt und Komma zu kontrollieren. Die Angst, ohne das eigene Zutun die Unternehmensziele erreichen zu können, übernimmt Überhand. Schließlich sollen die Mitarbeiter gefälligst auch wissen, dass von ihrer Arbeit viel abhängt.

Doch der autoritäre Führungsstil hat nicht nur seine negativen Seiten. In gar einigen Fällen mag diese Art der Mitarbeiterführung sogar die Richtige sein. Es ist jedoch auch hier wie mit dem allseits bekannten Salz in der Suppe: Zuviel davon verdirbt den Geschmack! Wird dieser Stil hingegen in einer gesunden Dosis eingesetzt, so kann er für das eigene Unternehmen wunderbare Früchte Vorteile bringen.

Doch sehen wir uns die wichtigsten Vor- und Nachteile einmal etwas genauer an.

VOR- UND NACHTEILE DES AUTORITÄREN FÜHRUNGSSTILS

VORTEILE des autoritären führungsstils

1. Es gibt klare Regeln und Arbeitsabläufe

Weil eine autoritäre Führungsweise auf dem sogenannten Top-Down-Prinzip aufgebaut ist, gibt es kaum Unklarheiten in der internen Kommunikation. Alle Fäden laufen auf einen Punkt zusammen, weil eine Person führt und delegiert. Sie stellt eine Autorität für alle Untergebenen dar und verschafft sich dadurch auch den notwendigen Respekt.

2. Starke Leistungsorientierung

Einer autoritären Führungskraft liegt in der Regel viel daran, das Maximum aus seinen Mitarbeitern herauszuholen. Seinen Fokus hat er auf den Erfolg des Unternehmens ausgerichtet und er will möglichst alle Hebel in Bewegung setzen, um diesen auch zu erreichen. Vor allem von passiven und eher zurückhaltenden Bediensteten wird diese Führungsweise deshalb positiv angenommen. Der fachlich äußerst begabte Vorgesetzte wird dann als „strenger, wohlwollender Vater“ wahrgenommen.

3. Arbeit von Mitarbeitern wird beschleunigt

Alle Mitarbeiter wissen ganz genau, was ihre Aufgabe ist. Ebenso kennen sie die zu erreichenden Ziele bzw. die Erwartungshaltung der Führungskraft an Sie. Getrieben von dem Druck, möglichst keine schlechte Figur vor ihrem Vorgesetzten zu machen, arbeiten sie zielstrebig an der rechtzeitigen Erfüllung ihrer Pflichten. Projekte und Arbeiten werden dadurch oft schneller fertig, als dies unter anderen Führungsweisen der Fall gewesen wäre.

NACHTEILE des autoritären führungsstils

1. Führungsweise kann Mitarbeiter demotivieren

Dem Führenden fehlt in seiner Funktion als Autoritätsperson oftmals der menschliche Zugang zu seinen Mitarbeitern. Alles wird dem Erfolg untergeordnet. Das führt – je nach Ausprägung des autoritären Führungsstils schnell zu Motivationsverlust. Trotzreaktionen und die Ablehnung der führenden Person sind die Folge. Die Quantität der Arbeit wird zwar weiterhin bewältigt, doch die Qualität sinkt.

2. Hohes Risiko für Fehlentscheidungen

Die Untergebenen sind zu Gehorsamkeit verpflichtet. Denn die Entscheidungsgewalt liegt einzig und alleine bei einer einzigen Person. Demzufolge kommt es intern auch zu keinen großartigen Diskussionen. Potentielle Fehlentscheidungen können daher oft nur sehr spät erkannt werden. Das Ruder dann wieder in die richtige Richtung zu reißen, fällt schwer. Ist das Kind erst einmal in den Brunnen gefallen, so findet es nur schwer wieder heraus.

3. Kreativität von Mitarbeitern leidet

Je nach Branche kann eine kreative Arbeitsweise von Mitarbeitern oftmals überraschend neue Aspekte für das jeweilige Unternehmen eröffnen. Dies scheidet bei einem autoritären Fühungsstil jedoch schon im Vorhinein aus. Weil die Distanz zwischen der Fühurngs- und Mitarbeiterebene zu groß ist, finden Eigeninitiativen so gut wie nicht statt. Die autoritäre Führungsweise ist also regelrechtes Gift für jede Form von kreativer Arbeitsweise.

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Druck von oben wird zum Antrieb

Weil die autoritäre Führungsweise auf dem sogenannten Top-Down-Prinzip aufbaut, gibt es kaum Unklarheiten in der internen Kommunikation. Alle Fäden laufen auf einen Punkt zusammen, weil eine Person führt und delegiert. Sie stellt eine Autorität für alle Untergebenen dar und verschafft sich dadurch den notwendigen Respekt. Alle Mitarbeiter wissen demzufolge auch, was sie zu tun haben. Angetrieben werden sie dabei von dem Druck, ihren Vorgesetzten nicht zu enttäuschen.

Negativ wirkt sich dieser Stil jedoch in erster Linie auf die zwischenmenschliche Komponente aus. Alles wird dem Erfolg untergeordnet. Das führt – je nach Ausprägung des autoritären Führungsstils schnell zu Motivationsverlust unter den Mitarbeitern. Trotzreaktionen und die Ablehnung der führenden Person sind die Folge.

Die Quantität der Arbeit wird zwar weiterhin bewältigt, doch die Qualität sinkt. Auch besteht dabei die Gefahr, dass es zu Fehlentscheidungen kommt. Diese werden dann oft nur mehr sehr spät erkannt, weil jede Entscheidung des Führenden nicht in Frage gestellt werden darf.

Also Achtung! Brandgefährlich ist diese Art der Mitarbeiterführung vor allem dann, wenn es um Angelegenheit, in denen Kreativität gefragt ist. Dann nämlich schadet der autoritäre Führungsstil der Produktivität der eigenen Mitarbeiter. Sie kommen nicht mehr aus sich heraus und die Lust auf eigenständige Initiativen zur Entfaltung im Unternehmen ist kaum noch vorhanden.

Wie aber führe ich richtig?

Der autoritäre Führungsstil ist sicherlich ein Extrembeispiel, der in einzelnen Facetten durchaus interessant sein kann. So ist es grundsätzlich nichts Verkehrtes, als „Autorität“ im eigenen Unternehmen wahrgenommen zu werden.

Wenn du hingegen sagt „Menschen sind nicht so meins, ich arbeite lieber mit Maschinen“, dann hast du den Grundgedanken einer richtigen Führung noch immer nicht verstanden. Das ist zunächst einmal nichts Schlimmes. Wenn du hingegen als Führungskraft arbeitest, so bist du s deinen Mitarbeitern schuldig, eine richtige Führung zu erlernen.

Ja, du hast richtig gehört! Auch das Führen ist – genauso wie das Verkaufen – eine Fähigkeit, die man mit Fleiß und Ausdauer erlernen kann. Du musst es allerdings auch wirklich wollen und bereit sein , an dir zu arbeiten.

Um eine wirklich gute Führungskraft zu werden, sind drei Punkte nämlich unabdingbar. Nach diesen musst du unbedingt vorgehen, wenn du deine Führungsfähigkeiten ausbauen willst:

  • Du musst Interesse an anderen Menschen haben.
  • Du musst dich mit Kommunikation auseinandersetzen.
  • Du musst dich weiterbilden.

 

Gerade was den letzten Punkt – nämlich die Weiterbildung -, betrifft, gibt es heutzutage wahnsinnig viele Möglichkeit, Führung zu erlernen. Ob du dies mithilfe von Büchern, Trainings, oder Coachings oder anderen Methoden machst, steht dir völlig offen. Nur aktiv werden solltest du in dieser Angelegenheit unbedingt.

Hier einige praktische Tipps zusammengefasst, die dich zu einer besseren Führungskraft machen:

Fazit: Autoritärer führungsstil muss nicht sein!

Wer wirklich heutzutage noch daran glaubt, der autoritäre Führungsstil sei alternativlos: dem ist eindeutig nicht mehr zu helfen! Es lohnt sich daher der Blick über den Tellerrand.

Will ich nämlich weiterhin am Markt mitspielen, so muss ich auch darauf achten, meine Mitarbeiter auf diesem Weg mitzunehmen. Gerade in Zeiten einer Krise sind Teamplayer gefragt!

Das gelingt mir aber nur dann, wenn ich dazu bereit bin, meine Mitarbeiter aktiv in die Ausarbeitung meiner Ziele und Visionen mit einzubinden. Überall dort, wo Menschen ernstgenommen werden, laufen sie zu Höchstleistungen auf.

Denn wir alle lieben es, wenn unser Wort einen hohen Stellenwert genießt und/oder unsere Vorschläge Anerkennung finden. Selbstverständlich muss ich dabei als Vorgesetzter dennoch weiterhin als Autorität wahrgenommen werden – das ist klar. 

Wer aber seine Mitarbeiter nur als Mittel zum Zweck sieht, der hat von Führung nichts verstanden. Und der sollte dieses Feld auch so schnell wie nur möglich räumen, wenn er nicht noch größeren Schaden anrichten will. 

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Über Dirk Kreuter

Dirk Kreuter ist einer der einflussreichsten Vordenker zu den Themen Vertrieb, Verkauf und Akquise, sowohl online wie offline. Er hält schon seit 1990 begeisternde Vorträge und ist Autor von über 50 Büchern & Hörbüchern.

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