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Einen Mentor finden – Worauf du achten solltest, wie du ihn findest und was du nicht tun solltest

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Ich werde unglaublich oft gefragt, ob ich der Mentor für jemanden werde. Das Thema ist extrem gefragt. Weil ich jeden Tag so viele Nachrichten zu dem Thema erhalte, möchte ich jetzt meine Tipps mit dir in diesem Beitrag teilen.

Diese Frage kommt so unfassbar oft. „Dirk, willst du mein Mentor werden?“ „Dirk, wie finde ich einen Mentor?“ „Dirk, ich brauche einen Mentor.“ Und die Frage kommt eher von jüngeren Menschen, meistens von jüngeren Männern. Und ich kann das schon nachvollziehen. Mentor macht Sinn.

Was ist ein Mentor?

Als Odysseus in den Krieg gezogen ist gegen Troja, da hat er seinem Sohn einen vertrauten Berater an der Seite gelassen. Der Sohn heißt Telemach. Telemach sollte nicht alleine zurückbleiben, sondern er sollte jemanden haben, der ihn in alles einführt, den er immer fragen kann. Und dieser Vertraute von Odysseus heißt Mentor.

Das ist jetzt schon mal die Geschichte. Da kommt der Name her. Wir alle haben Mentoren. Also ich hoffe zumindest, dass du einen Mentor hattest oder hast. Nämlich meistens ist es so der Opa oder bei den Mädels ist es oft die Oma.

Die sind nicht direkt in disziplinarischer Verantwortung. Das kennst du. Also die Eltern verbieten immer alles und die Großeltern erlauben immer alles. Also sie sind nicht in direkter disziplinarischer Verantwortung, nicht in direkter Führungsverantwortung. Und die geben dir Tipps, die geben die Ratschläge, die sagen dir, was du machen sollst und was du nicht machen sollst.

Später ist es vielleicht ein großer Bruder, der dein Mentor ist, bei dem du dir Rat holen kannst. Das kann aber auch sein, dass es ein Nachbar ist. Meistens ist der Mentor eben deutlich erfahrener. Er ist deutlich älter und er hat eine gewisse Kompetenz im Weitergeben von Wissen. Das ist auch nochmal ganz wichtig.

Warum macht es Sinn, einen Mentor zu haben?

Das Problem in der heutigen Zeit ist nicht Wissen. Wissen findest du im Internet, bei YouTube, in Büchern. Aber der Punkt, den wir suchen im Moment, das ist Orientierung. Und gerade junge Menschen suchen nach Orientierung. Das gilt aber auch nicht nur für jüngere Menschen. Das ist altersunabhängig, dass du sagst, es macht Sinn, einen Mentor zu haben.

Es gibt sogar unterschiedliche Bereiche, wo es Sinn macht, einen Mentor zu haben, zum Beispiel in einem neuen Unternehmen, in einer neuen Schule, in einer Sportart, in einem neuen Sportverein. Es gibt so viele Bereiche, wo es Sinn macht, mit einem Mentor zu arbeiten.

Selbst an der Schule meiner Kinder ist es so, dass die älteren Kinder Mentoren sind, Paten sind für die, die neu in die Schule kommen. Das heißt, nicht die Lehrer geben eine Orientierung, wo ist Mittagessen, wo ist die AG, wo ist die Turnhalle, sondern alle neuen Schüler bekommen einen älteren, erfahrenen Schüler als Paten oder als Mentor, den sie immer fragen können, wenn sie nicht wissen, wie das in der Schule läuft.

Also Mentoren geben Orientierung.

Und das ist so wichtig in der heutigen Zeit, weil Wissen haben wir genug. Der entscheidende Punkt ist Orientierung. Was ist ein Mentor und was ist er nicht? Wie findest du ihn? Wie sprichst du ihn an? Darum geht es in diesem Beitrag.

Wie kriegst du das hin einen Mentor zu bekommen?

Erstmal ist ein Mentor in der Regel älter, oftmals deutlich älter als du. Ein Mentor kennt sich besser aus in einem bestimmen Bereich, nicht in allen Bereichen. Und der zeigt dir, wie das geht.

Also du kommst in eine neue Fußballmannschaft und jetzt suchst du dir jemanden aus dem Verein. Das kann der Masseur sein. Das kann der Zeugwart sein. Aber es ist zum Beispiel nicht der direkte Trainer. Das geht nicht, weil, der Trainer steht in der Führungsverantwortung. Und der sagt dir, wie das in diesem Verein läuft. Der kann dir auch Kontakte machen.

Also Mentor ist nicht nur Orientierung, ein Mentor ist auch jemand, der seine Kontakte für dich einsetzt. Das ist ganz spannend.

Worauf solltest du achten?

Also es gibt so Sachen wie, dass ich warten muss, bis ein Mentor mich findet. Das ist dämlich. Du wartest nicht, dass der dich findet, sondern du suchst dir den. Und wenn du den suchst, dann suche dir jemanden, den du magst, den du persönlich magst. Also nicht nur weil er erfahrener ist, weil er besser ist, nimmst du ihn. Du musst ihn auch sympathisch finden, sonst macht das keinen Sinn.

Bloß weil jemand ein gutes Netzwerk hat, bloß weil jemand erfahren ist, nimm ihn nicht, sondern du musst ihn auch sympathisch finden. Dann beobachte diese Person. Beobachte sie erst einmal eine ganze Zeit lang. Schaue mal, was die Person kann, was sie nicht kann, wofür sie steht, wofür sie nicht steht.

Und erst dann machst du dir Gedanken, wie du diese Person als Mentor gewinnen kannst. Man geht nicht hin und schickt bei Instagram eine Nachricht und sagt, „Hey, Dirk, werde mein Mentor. Ich bin auch bereit, alles zu tun. Sage mir, was ich tun muss.“

So funktioniert das Spiel nicht. Es ist so einfach. Du setzt dich hin und schreibst in einer Minute, wenn überhaupt, eine Nachricht auf deinem Handy und sagst, „Dirk, werde mein Mentor.“ Nein, du musst da schon rein investieren.

Ein Mentor investiert viel Zeit und Energie in dich rein.

Und dann ist es nicht eine Instagram-Nachricht. Mache mehr. Also beobachte diese Person. Finde heraus, was diese Person mag und was sie nicht mag und spiele diese Karte. Das kann sein, dass du dieser Person vorab erstmal ein Geschenk schickst. Finde heraus, was diese Person mag. Und dann schickst du ihr ein Geschenk, was genau darauf ausgerichtet ist. Und das muss gar nicht so teuer sein.

Also bei mir haben in der Vergangenheit verschiedene Sachen funktioniert. Jemand hat mir eine große Kiste mit Red Bull-Dosen geschickt, also mit vollen Dosen, weil ich mal eine Zeit hatte, wo ich jeden Tag Red Bull getrunken habe. Und er hat sich mit mir beschäftigt und wusste, „Dirk mag Red Bull, also schicke ich ihm Red Bull.“ Cool. Und er hatte meine Aufmerksamkeit, weil ich gedacht habe, „Wer hat sich so mit mir beschäftigt?“

Ein gutes Buch geht auch. Jemand wusste, dass ich mich für Motocross interessiere oder eine Reise in ein bestimmtes Land machen will, das mich interessiert. Und dann hat er mir ein Buch dazu zugeschickt. Und auch das ist cool. Jemand hat sich mit mir beschäftigt, mit meinen Wünschen. Und dann hatte er meine Aufmerksamkeit.

Aber du bekommst niemals meine Aufmerksamkeit, weil du mir eine Instagram-Nachricht schickst. Ich finde das nett. Du kriegst von mir auch in irgendeiner Form eine Antwort. Aber so wirst du mich niemals motivieren, dein Mentor zu werden.

Also beschäftige dich mit der Person, finde heraus, wofür diese Person steht. Was mag sie, was mag sie nicht? Und dann schickst du nicht einfach eine E-Mail oder einen Brief. Ein Brief wäre ja schon mal cool.

Aber was du machst ist, du lädst diese Person erstmal informell ein. Informell heißt auf einen Kaffee. Du lädst diese Person zu irgendwas ein, was unverfänglich ist, wo eine geringe Kontaktschwelle da ist. Du machst einen guten Einstieg, du hast das Interesse geweckt und jetzt kommt die Einladung zu einer speziellen Sache.

Also jemand hat gesehen, dass wir eine Vertriebsoffensive in Halle haben, Halle an der Saale. Und in der Nähe ist das Porsche-Werk und er weiß, Porsche finde ich gut. Und er hat mich eingeladen, eine Besichtigung zu machen im Porsche-Werk, eine Besichtigung der Fertigung und anschließend auch noch, den Porsche 911 auf der Rennstrecke zu fahren.

Wie cool ist das? Da habe ich gesagt, „Ja, das ist in Ordnung. Machen wir.“ Er hat meine Zusage, er hat mein Interesse, weil er sich auf mich eingestellt hat. Wann bin ich wo? Was interessiert mich? Und er zahlt das alles. Es kann die Einladung zum Kaffee sein. Aber es darf für den zukünftigen Mentor kein Aufwand sein. Also das muss für ihn auf dem Weg liegen.

Lasse dir was einfallen, eine Einladung zu einem Vortrag, eine Einladung zum Fußballspiel, besorge VIP-Tickets. Also das Beste ist natürlich immer etwas, was ihn interessiert und was man für Geld nicht kaufen kann.

Was kannst du für Geld nicht kaufen?

Zum Beispiel hier in Dubai kommst du nicht in den Privatbereich rein von Burj Khalifa, dem höchsten Gebäude der Welt. Das heißt, ich kenne jemanden, der einen Zugang hat. Und mit dem kommen wir dann in den Privatbereich rein und kommen in die Lounge und so weiter. Da kommst du als Normalsterblicher nicht hin. Und so etwas ist natürlich cool. Da wird ein zukünftiger Mentor sagen, „Das ist klasse. Da komme ich mit hin.“

Also die Ansprache ist, du musst dich mit dieser Person beschäftigen. Du musst den Kontakt so einfach wie möglich herstellen können für den Mentor und es muss persönlich sein. Lerne die Person besser kennen persönlich, nicht nur Social-Media, nicht nur aus Büchern oder so. Lerne diese Person besser kennen. Und dann kannst du danach fragen, ob er oder sie dein Mentor werden will.

Du kannst es auch sehr geschickt machen. Die geschickte Formulierung ist, „Sage mal, Dirk. Wenn du für jemanden Mentor wärest, wie müsste diese Person sein und was müsste diese Person dir bieten, dass du für diese Person ein Mentor ist?“ Also stelle dir vor, du triffst ihn auf einen Kaffee und du machst so eine Viertelstunde alles Mögliche an Themen. Und dann kommst du mit so einer Frage.

Dann weiß er genau, um was es geht, aber es wird noch nicht darüber gesprochen, „Du und ich,“ sondern es wird über das Allgemeine gesprochen. Und jetzt findest du heraus, unter welchen Bedingungen er bereit ist, das zu tun.

Also das Nachfassen, der Mentor wird, wenn er halbwegs clever ist, nicht sofort ja sagen. Er wird darüber nachdenken oder er wird dir eine Absage geben. Das kann passieren. Und jetzt fasst du nach. Du fasst nach. Du bleibst da dran. Das ist wie beim Verkauf. Du bleibst da dran. Die Wenigsten fassen nach.

Und was zeigst du einem Mentor, wenn du nicht nachfasst?

Du zeigst dein Desinteresse. Das ist wie in der Sozialakquise. Wenn du ein Mädel kennenlernst, dann bleibst du ja auch dran. Und du zeigst mit dem Dranbleiben dein Interesse und dass es dir ernst ist. Also bleibe da dran, schicke ihm noch einen Brief, nicht zu pushy, es muss soft und unterschwellig sein. Aber zeige dieser Person, dass du willst.

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Also Emile Ratelband ist ein Motivationstrainer aus den Niederlanden. Und er wollte vor vielen Jahren von Tony Robbins ausgebildet werden, einem Amerikaner.

Und Tony hat gesagt, „Alles klar. 1. Februar kommst du nach San Diego in mein Büro und ich bilde dich aus.“ Und dann kommt der da hin und Tony Robbins ist nicht da. Und man weiß auch nicht, wann Tony wiederkommt und niemand im Büro wusste irgendwas von diesem Deal.

Dann haben sie gesagt, „Ja, setze dich in seine Bibliothek. Du kannst Bücher lesen und Videos kucken und mal kucken, wann Tony kommt.“ Am nächsten Tag kommt er wieder und Tony ist nicht da. Die ganze erste Woche sitzt er in der Bibliothek und weiß nicht, wann Tony kommt. Und er hat all seinen Freunden und der Familie gesagt, er fliegt in die USA zu Tony.

Also long story short, nach drei Wochen kommt Tony Robbins und sagt, „So, Emile. Du hast die Aufnahmeprüfung bestanden. Jetzt bilde ich dich aus.“ Aber wie viele von uns wären drei Wochen jeden Tag dahingegangen und hätten auf Tony gewartet, ohne ihm den ausgestreckten Mittelfinger zu schicken?

Aber das ist Nachfassen. Das ist Dranbleiben. Nochmal Jungs, wenn ihr eine Frau erobern wollt, dann bleibt dran, fasst nach. Und wenn ihr einen Mentor haben wollt, müsst ihr auch dranbleiben. Der Mentor muss sehen, dass du es ernst meinst und dass es dir wichtig ist. Lade ihn nochmal ein.

Lasse diese Partnerschaft einfach organisch wachsen, dass man sich besser kennenlernt, dass er dich besser kennenlernt, dass du dranbleibst und dass er sieht, „Ja, der will wirklich. Das ist ihm ernst.“

Kannst du mich als Mentor gewinnen?

Ich kann dir sagen, wie das bei mir ist. Was ich hasse ist erstens, ich investiere Zeit in jemanden und er tut dann nicht das, was ich ihm sage. Zweitens, er ist unzuverlässig. Wir sagen, wir treffen uns um neun und er kommt um zehn oder er kommt gar nicht. Drittens, er zieht es nicht durch. Er gibt nach drei Wochen auf oder nach drei Monaten auf. Das ist für mich eine Ohrfeige.

Es ist einfach die Botschaft, dass ich mich auf die falsche Person eingelassen habe. Und das habe ich schon ganz oft erlebt.

Und deswegen, wenn du diesen Beitrag jetzt liest, ich werde nicht dein Mentor.

Ich bin Mentor für meine Mitarbeiter ein Stück weit. Ich bin Mentor ein Stück weit für die Leute in meiner Mastermind. Aber ansonsten bin ich kein Mentor. Es gibt einen Mentee, den ich seit, glaube ich, fünf Jahren habe, mit dem ich immer wieder Kontakt habe, den ich immer wieder unterstütze, wo ich ihm Kontakte mache, wo wir uns austauschen, aber das ist eine langjährige Beziehung schon.

Ich will mich fokussieren auf meine Sachen und deswegen werde ich nicht dein Mentor. Aber ich sage dir:

Wie du den richtigen Mentor findest

Und deswegen Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, wirklich das tun, was du gesagt bekommst, vielleicht nicht alles, aber das Wesentliche und Dranbleiben, nicht beim ersten Widerstand aufgeben, denn das machen die Meisten mittlerweile.

Gerade junge Menschen geben viel zu schnell auf, weil sie das nicht gewohnt sind, gerade in unserem Kulturkreis Deutschland, Österreich, Schweiz. Die meisten mussten nie kämpfen und kämpfen dann auch nicht. Und das ist das Schlimmste, was du mit einem Mentor machen kannst, dass du aufgibst.

Also wenn du mit einem Mentor arbeiten willst, dann gehst du all in. Dann committest du dich, dann bleibst du drin und eierst nicht rum.

Wenn du mit dem Mentor arbeitest, dann frag ihn nach Feedback.

Das ist ein ganz wichtiges Instrument. Wie wirkst du auf den Mentor? Was für ein Feedback kann er dir geben? Und dieses Feedback nimmst du an. Du rechtfertigst dich nicht. Feedback ist ein Geschenk. Was du später damit machst, ist deine Sache.

Aber erstmal nimmst du Feedback an. Frage ihn nach Feedback, nimm es an. Das Feedback wird nicht immer das sein, was du hören willst. Aber daran wächst du. Das ist das Wertvolle. Er wird dir auch mal Sachen nennen, die du so nicht siehst, die du anders siehst. Akzeptiere sie. Rechtfertige dich nicht. Rede dich nicht raus. Entschuldige dich nicht. Nimm es mit. Denke darüber nach.

Wo triffst du die richtigen Mentoren?

Also wo kriegst du die her? Du kannst natürlich online gucken. So wie du jetzt gerade bei YouTube kuckst oder diesen Podcast hörst oder diesen Beitrag liest, so findest du so Menschen, die dich interessieren.

Und dann recherchiere diese Menschen. Meistens haben sie ein Xing-Profil oder ein LinkedIn-Profil. Und dann erfährst du mehr über die. Also im Social-Media findest du gute Mentoren, dann auf professionellen Network-Events, also beispielsweise Seminare.

Meine Vertriebsoffensive ist ein Networking Event. Also wenn du einen Job suchst, wenn du Mitarbeiter suchst, wenn du Kunden suchst, komm zur Vertriebsoffensive. Komm zu den Folgeseminaren. Komm in die Mastermind rein. Da lernst du Leute kennen.

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Und da lernst du auch Leute kennen, die weiter sind als du und die möglicherweise dann deine Mentoren werden, wenn du es geschickt anstellst.

Also online im Social-Media, offline in Seminaren.

Wenn es um das Thema Sport geht, wenn du einen Sportmentor haben willst, dann gehst du natürlich zu Sportevents. Du machst Fitnessseminare, du machst Fitnesskurse. Und dann kuckst du, wer da richtig weit ist, wer könnte für dich ein Fitnessmentor sein beim Fußball, egal welche Sportart. Da findest du die.

Sei Freiwilliger bei Events. Also wir haben zum Beispiel bei der Vertriebsoffensive immer Freiwillige dabei und immer Helfer dabei. Und die Helfer bekommen als Bonus am Ende des Tages immer nochmal eine Gesprächsrunde mit mir. Sei als freiwilliger Helfer da und du kommst nah an die Leute ran, die du erreichen willst.

Dann gibt es Branchentreffen. Es gibt Kongresse. Es gibt Messen. Es gibt Vortragsveranstaltungen aus bestimmten Branchen. Und da findest du dann auch die richtigen Leute. Also gehe mal da hin zu diesen Konferenzen und dann schaue dich um und dann mache Kontakte.

Nicht direkt darauf ansprechen, „Willst du mein Mentor werden?“ Das ist klar. Erstmal kucken, wer könnte es sein, Visitenkarten tauschen und später in Kontakt bleiben, später diese Person recherchieren, später ein schönes Geschenk schicken. Ich habe schon alles erklärt.

Und dann wenn du natürlich zum Beispiel neu in einer Stadt bist, da findest du öffentliche Orte. Und an öffentlichen Orten findest du Leute, die sich zum Beispiel in der Stadt gut auskennen, an dem Ort gut auskennen und die dich da weiterbringen können. Also überall kannst du kucken. Überall kannst du kucken.

Normalerweise ist Mentoring eins zu eins.

Mentoring ist nicht Coaching. Ein Mentor hat keine besondere Ausbildung dafür. Ein Coach hat in der Regel eine Ausbildung. Ein Mentor teilt seine Erfahrungen mit dir. Es gibt eine Variante, die ich zum Beispiel auch nehme und das schon immer getan habe. Ich habe von weitem mir Mentoren gesucht. Also ich habe einen richtigen Mentor gehabt live und in Farbe, mit dem ich mich immer austauschen konnte.

Und der war damals übrigens 15 Jahre älter als ich, 15 Jahre älter. Und das war toll. Das war für mich damals auch so ein bisschen eine Vaterfigur. Das war super. Aber meine Mentoren waren Dave Scott, Scott Tinley, Lance Armstrong, Dirk Aschmoneit. Das waren meine Mentoren. Die wussten das nicht, weil die mich zum Teil gar nicht kannten.

Und ich habe die von der Ferne beobachtet und habe geschaut, wie haben die trainiert, wie haben die sich ernährt, welches Material haben die genutzt, auf welchen Rennen waren die. Und ich habe die komplett analysiert und dann für mich meine Schlüsse daraus gezogen. Und das empfehle ich dir auch.

Ich mache das heute noch im Business-Bereich. Ich habe eine Handvoll Leute, die ich gut finde. Ich lese deren Bücher, ich schaue deren Videos, ich höre deren Podcasts. Ich beobachte die und ziehe da meine Schlüsse raus. Und das ist ein ganz heißer Tipp für dich, suche dir Leute, die in Teilbereichen weiter sind, besser sind als du.

Analysiere sie und bilde dir daraus dann deine Orientierung, deine Meinung. Bitte, du musst nicht alles übernehmen. Bei Lance Armstrong zucken die meisten und sagen, „Was? Der Typ hat doch gedopt.“ Alle haben damals gedopt. Aber er hat einfach viel besser gedopt. Wie auch immer, die Ehrlichkeit schaue ich mir nicht bei ihm ab.

Aber die Art, wie er sein Team geführt hat, die Gewissenhaftigkeit, die Trainingsdisziplin, die Willensstärke, das ist etwas, was ich mir abgekuckt habe bei Lance Armstrong. Da war er mein Vorbild, mein Mentor, ohne dass er es wusste. Das Thema Doping, das Thema Ehrlichkeit habe ich mir nicht abgekuckt.

Vielleicht findest du die Filmfigur James Bond gut und sagst, „James Bond, der bekommt es mit den Frauen richtig gut hin.“ Dann kuckst du dir an, wie James Bond mit den Frauen umgeht. Wie macht er das? Und dann übernimmst du dieses Modell für dich.

Das ist sehr wahrscheinlich der wichtigste Tipp jetzt.

Es müssen keine lebende Personen sein. Die können auch schon vor Jahrzehnten, vor Jahrhunderten verstorben sein.

Lies alles, schaue dir alles an über diese Person und dann arbeite die Punkte heraus, die dich weiterbringen. Insgesamt kann ich dir immer nur raten, lies Biographien von erfolgreichen Menschen und schaue, was du übernehmen kannst. Es müssen nicht die negativen Seiten sein.

Ich finde Mehmet Göker auch gut, aber nicht alles an ihm. Es gibt viele Sachen, mit denen ich mich nicht anfreunden kann. Aber es gibt viele Sachen, die ich gut finde. Oder Jordan Belfort, the Wolf of Wall Street, viele Sachen finde ich gut. Aber es gibt auch Sachen, die ich einfach verurteile.

Und trotzdem trenne ich die Botschaft vom Botschafter. Ich nehme die Sachen raus, die für mich relevant sind. Wie finde ich einen Mentor? Das sind die wesentlichen Punkte aus meiner Sicht, wie du einen Mentor findest. Ich bin nicht dein Mentor, es sei denn, du bist Mitarbeiter in meinem Team oder du bist Mitglied in meiner Mastermind-Runde.

Und wie kommst du in mein Team? Wie kommst du in die Mastermind-Runde? Da darfst du dann schon mal recherchieren. Das darf nicht so einfach sein. Da ist jetzt nicht unten der Link und du klickst drauf und dann kommst du zur Webseite zu Mastermind. Nein, das ist ein bisschen schwieriger, da reinzukommen. Ich freue mich, wenn du deine Erfahrungen mit Mentoren teilst hier unter dem Beitrag.

In dem Sinne wünsche ich dir fette Beute, viel Erfolg in deinem Leben und den richtigen Mentor an deiner Seite.

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Mein Name ist Dirk Kreuter, und ich helfe Unternehmern zu mehr Verkäufen. Stellt sich nur die Frage: „Deinem auch?“

Über Dirk Kreuter

Dirk Kreuter ist einer der einflussreichsten Vordenker zu den Themen Vertrieb, Verkauf und Akquise, sowohl online wie offline. Er hält schon seit 1990 begeisternde Vorträge und ist Autor von über 50 Büchern & Hörbüchern.

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