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Bereust du es? | Die meisten bereuen Dinge, die sie nicht getan haben!

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1999 hatte ich eine Geschäftsidee, die mir Jahre später noch unter den Nägeln brannte und mich nicht los lies. Aus verschiedenen Gründen habe ich diese Idee aber immer wieder verschoben. 2014 Habe ich diese Geschäftsidee endlich umgesetzt und viel Zeit und Geld darin investiert. Allerdings wurde mir irgendwann bewusst, dass diese Idee mich einfach nicht weiter bringt und habe sie wieder aufgegeben. Dennoch habe ich diese Entscheidung nie bereut. Ich hätte es im Gegenteil eher bereut, wenn ich diese Idee nie umgesetzt hätte.

Wir waren jetzt drei Tage in Bangkok und sind jetzt mit dem Leihwagen ein bisschen durch das Land gefahren und gestern waren wir sieben Stunden im Auto und ich habe ganz, ganz viele Podcasts gehört. Und einer davon hat mich inspiriert, diesen Beitrag zu produzieren.

Was bereust du?

Manche Menschen warten die ganze Woche auf Freitag. Manche Menschen warten das ganze Jahr auf den Sommer. Und manche Menschen warten ihr ganzes Leben auf das Glück. Nein, das wird keine Zitate-Folge, aber dieses Zitat ist ein Augenöffner. Worauf wartest du?

Wartest du die Woche auf Freitag? Wartest du das ganze Jahr auf den Sommer? Und wartest du dein Leben lang auf das Glück? Dann läuft etwas schief. Denn es gibt ja aktuell ganz viele Publikationen zu dem Thema, was Menschen, sehr alte Menschen kurz vor ihrem Lebensende, was die am meisten bereuen.

Und was da immer wieder rauskommt ist, dass sie Dinge nicht getan haben. Also die wenigsten bereuen Dinge, die sie getan haben. Die meisten bereuen Dinge, die sie nicht getan haben. Und darüber möchte ich jetzt mit dir sprechen.

1999 hatte ich die Idee eine Trainer Vermittlung zu gründen. Das heißt, man muss wissen in den USA läuft der Trainer- und Rednermarkt, also im Schwerpunkt der Rednermarkt, über sogenannte Speaker Büros. Das heißt, das sind Agenturen, die haben die Kontakte zu den Kongressveranstaltern, zu größeren Unternehmen, die regelmäßig Redner brauchen und buchen. Und die vermitteln das.

Wenn du in den USA Redner bist, dann brauchst du vielleicht fünf, acht, oder zehn Agenturen, die dich gut finden und dich dann promoten. Du musst nicht einmal selber akquirieren. Du musst dich nur um deine Agenturen kümmern.

Die Dirk Kreuter Trainer-Agentur

In Deutschland läuft das System anders. Auch hier gibt es ein paar Agenturen für Trainer, für Berater, für Redner, aber das läuft sehr unter dem Radar. Und 1999 war meine Idee – ich war schon immer so clever, dass ich mir mehr Aufträge akquirieren konnte, als ich selber abarbeiten konnte – eine Trainer Vermittlung zu gründen.

Ich habe das später dann geregelt über meine angestellten Trainer. Das heißt, das, was ich eben akquiriert habe und wo der Kunde gesagt hat, nein das Honorar ist zu hoch, das habe ich dann meinen Trainern gegeben.

Oder wenn der Kunde ein größeres Volumen haben wollte, was ich nicht erfüllen konnte, weil ich so viele Tage nicht hatte. Dann ging das eben an meine angestellten Trainer.

Aus dieser Stärke, diese Akquise-Stärke und auch, ja es ist nicht nur Akquise, sondern es war damals der Beginn des Internets. Und ich war damals schon in der Lage sehr früh Bedarfe im Netz zu finden. Als sich noch gar keiner darüber Gedanken gemacht hat, habe ich schon Aufträge aus dem Netz geholt.

Also war die Idee, Mensch ich gründe diese Agentur. Ja, also ich habe schon die Domänen gesichert gehabt, Trainer24.de und Trainer24.com und at und ch und so, also die hatte ich schon alle. Und dann habe ich aber meinen Business Plan mir von einem Profi noch einmal im sparing, im Coaching reflektieren lassen.

Reflektieren ist das falsche Wort, ich war bei Klaus, bei Klaus war ich damals häufiger. Immer dann, wenn eine wichtige Entscheidung anstand, bin ich zu Klaus, habe ihn für einen Tag gebucht, für viel Geld. Aber er war damals, auch heute sehr wahrscheinlich, jeden Euro wert.

Und Klaus hat einen ganzen Tag lang hinterfragt und mein Geschäftsmodell zerschossen. Und das Wichtigste war, er hat gesagt:

„Wenn du das machst, dann gründest du ein Unternehmen. Und wenn du ein Unternehmen gründen, dann kannst du deine Karriere als Verkaufstrainer vergessen, weil dann bist du Unternehmer und du musst dich um dein Unternehmen kümmern.“

Und das wollte ich nicht. Ich wollte als Verkaufstrainer arbeiten und nebenher noch dieses Business machen.

Er sagte: „Das kannst du vergessen. Das wird so nicht funktionieren.“ Okay, dann habe ich schweren Herzens diese Geschäftsidee erst einmal ins Parkhaus geschoben, nicht beerdigt, ins Parkhaus geschoben.

Und jedes Jahr gab es Momente, wo ich gesagt habe, Mensch, so eine Referenten Agentur, das könnte doch etwas sein. Aber verlier nicht den Fokus, nein bleib da weg.

Die Idee kam Jahre später wieder auf

Dann habe ich irgendwann festgestellt, dass meine Assistentin, die Lara, mit dem was sie macht in der Assistentenfunktion, unterfordert ist. Also mit der kann man mehr machen, als sie als in Anführungszeichen bessere Sekretärin zu nutzen. Also habe ich mir überlegt 2014, ja jetzt könnten wir diese Idee noch einmal angehen.

Und dann habe ich das aus der Schublade geholt und habe gesagt: „Lara, ich möchte gerne eine GmbH gründen, die Pro Sales und die soll Trainer, Berater und Redner aus dem Bereich Sales aus dem Vertriebsbereich vermitteln. Das heißt, Angebot und Nachfrage zusammenbringen und meine Stärke, nämlich intelligent akquirieren zu können, das übernimmst du, für diese GmbH.“

Die GmbH wurde gegründet, Lara ist die Geschäftsführerin, Lara hat noch einen weiteren Mitarbeiter bekommen, eigene Büroräume. Und dann haben wir ein Start Up hochgezogen. Also ich habe immer meine Ideen geliefert und wie ich es gerne hätte und Lara hat umgesetzt.

Yes, da habe ich es endlich gemacht, die Trainer und Referenten Vermittlung.

Natürlich ein Start Up da musst du erst einmal investieren, bis da etwas zurückkommt. Natürlich gab es Einnahmen, aber im Schwerpunkt war es eine Investition.

Im Januar 2016 habe ich dann noch einmal überlegt, was will ich erreichen, wo will ich hin. Das war so eine Auszeit, vier Wochen Karibik. Und da ist mir klar geworden, das ist schön mit dieser Referenten Vermittlung, aber das bringt mich selber nicht weiter. Nicht zu den Zielen, die ich habe.

Verhältnis von Aufwand und Ertrag

Also bin ich wiedergekommen, Ende Januar und habe gesagt: „Lara, vielen Dank. Aber ich brauche dich jetzt für andere Aufgaben. Ich möchte, dass du den Bereich Social-Media bei mir aufbaust und dass du richtig Vollgas gibst auf allen Social-Media-Kanälen.

Und die Referenten Vermittlung, bei aller Liebe, das stampfen wir ein. Das haben wir jetzt anderthalb Jahre gemacht. Ja, ich hatte das in der Schublade, ich wollte das ausprobieren, haben wir gemacht und es funktioniert. Aber ich hätte, bis dass es sich wirtschaftlich wirklich trägt und dann auch Gewinne abwirft, noch mindestens zwei bis drei Jahre investieren müssen.

Zeit, Energie, Aufmerksamkeit und Geld. Und da habe ich abgewägt und habe gesagt, was bringt mir schneller Erfolg langfristig, was zahlt mir auf meine Ziele ein? Und das ist eindeutig ein anderer Bereich, nicht die Agentur. Also noch einmal Klarheit über die Ziele und dann das Ganze eingestampft.

Den Auftraggebern Dankeschön gesagt und uns abgemeldet. Den Trainern, Beratern und Rednern Dankeschön gesagt und uns abgemeldet. Und dann hat Lara Februar, März angefangen im letzten Jahr Social-Media bei mir aufzubauen.

Was ist der Kern der Geschichte?

Ich musste es machen. Seit 1999 hat mich das beschäftigt und das war immer wieder da. Und immer wieder gab es Impulse, wo ich gesagt habe, Mensch das musst du machen.

Und hätte ich es jetzt nicht gemacht, ich würde es bereuen. Ich würde hier sitzen und sagen, wer weiß, vielleicht hätte das super geklappt. Vielleicht wären die Synergien so genial gewesen, was auch immer. Jetzt habe ich es gemacht. Jetzt weiß ich, es war nicht so spannend. Und jetzt ist da ein Haken dran.

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Bleib an deinen Ideen dran

Wenn du eine Idee im Kopf hast und die Idee dich schon länger begleitet, also nicht mal nur eine Woche, sondern wirklich schon über Wochen, Monate, vielleicht über Jahre.

Dann musst du mit dieser Idee etwas machen. Denn du willst nicht später auf dem Sterbebett liegen und zurückblicken und sagen, ich hatte immer diese Idee, ich wollte immer mal eine Firma gründen, mich selbständig machen, diesen Laden aufmachen, diese Weltreise machen, dieses Auto fahren, was auch immer.

Die Zeit ist begrenzt und viele leben, als wäre es die Generalprobe. Und wir wissen nicht, ob es wirklich noch eine Aufführung danach gibt, oder ob es bei der Generalprobe bleibt. Deswegen nutzt diese Generalprobe, respektiere dieses Leben. Hinterfrage deine Ideen, die du hast, soll ich es machen?

Ich habe es jetzt aus dem Kopf. Ich habe ganz viele Ideen. Und ich schreibe die Ideen in der Regel auf und dann lege ich die weg. Und schaue die auch erst einmal ein paar Wochen, Monate nicht mehr an. Und dann hole ich die irgendwann wieder raus. Und wenn sie dann noch sexy sind, dann kann es sein, dass wir die umsetzen.

Klar, kleine Ideen, werden sofort umgesetzt. Dafür habe ich einen Stab an Mitarbeitern. Das ist mein Luxus. Aber richtig große Ideen, ja die schiebe ich eine Zeit lang vor mir her. Manchmal Jahre, manchmal wirklich Jahre.

Noch einmal, du bereust es, es nicht getan zu haben.

Und was soll dir passieren? In Deutschland haben wir ein derartiges soziales Netz. Wirklich ein Netz, wenn du vom Trapez abrutschst, weil du irgendein Kunststück probiert hast, was gewagt ist und du fällst, dann fällst du in dieses Netz rein.

Ja, dann bist du möglicherweise einmal ein paar Monate in diesem Netz drin. Möglicherweise hast du dann auch irgendeine Insolvenz hingelegt. Ja, dann weißt du schon einmal wie es nicht geht. Alles gut, aber du hast es gemacht. Du kannst später zurückblicken und sagen, ich habe es gemacht.

Ja, es kann sein, dass du irgendwann einmal ein paar Monate von der Sozialhilfe leben musst, ist scheiße, ohne Frage. Aber es geht nicht um deine Existenz. Es geht um eine Durststrecke, es geht darum mal eine Zeit lang kein Geld zu haben.

Du lernst viel, wenn du so etwas ausprobierst. Egal, ob du erfolgreich bist, oder nicht. Du lernst viel. Du hast eine Erfahrung, ja du zahlst möglicherweise auch Lehrgeld. Ich habe mit dieser Pro Sales Agentur eine fünfstellige Summe versenkt, ja. Das ist aber nicht versenkt, das ist Lehrgeld.

Ich habe Erfahrungen gesammelt und die habe ich halt bezahlt. Ja, das hätte möglicherweise auch günstiger sein können, aber however. Ich musste mich dadurch nicht einschränken, das war mein Vorteil. Also mach es! Wenn du eine Idee hast, die dich wirklich berührt, die dich beschäftigt, wo du merkst, da entwickelst du Leidenschaft für. Dann ist mein Appell, mach es!

Lass deine Idee kritisch prüfen

Geh vielleicht zu einem Coach, geh zu einem Berater und lass dir das Ding einmal kritisch zerschießen. Finde jemanden, der genau immer das Gegenteil behauptet. Und jetzt musst du argumentieren und du musst ihn überzeugen, warum es doch die richtige Idee ist.

Also mach auf jeden Fall das vorher, was ich mit Klaus mehrfach gemacht habe. So als sparing, bevor es dann wirklich in den Kampf geht. Und wenn du nach diesen sparing Runden, wenn du dann sagst, ja das ist die richtige Idee, mein Herz hängt daran. Dann mach das!

Wir haben einmal im Jahr, im engeren Mitarbeiterkreis, ein Meeting. Das ist immer Ende August und das ist die Mallorca Gruppe, weil wir traditionell dieses Meeting auf Mallorca machen. Und da gibt es natürlich immer ein Protokoll. Und ich lese mir dann zur Vorbereitung der nächsten Meetings immer auch die alten Protokolle durch.

Das vom letzten Jahr, das vom vorletzten Jahr, das von vor fünf Jahren. Und es ist spannend, wenn ich dann so einen Vorbereitungstag habe, dann denke ich, womit haben wir uns noch vor zwei Jahren beschäftigt. Was hatten wir da für Ideen, wie klein haben wir gedacht. Das ist spannend, du siehst dann einfach auch deine Entwicklung.

Welche Ideen hattest du damals, welche wurden ins Parkhaus gesteckt und dann holst du die Ideen wieder raus, guckst sie dir an und sagst, ja, tolle Idee, machen wir auch nicht. Und es bleibt dabei. Oder du sagst, jetzt ist die Zeit reif, es umzusetzen Jetzt ist die Idee von vor zwei, drei Jahren, jetzt machen wir es.

Erfahrungen und Entwicklungen

Also es gibt kein Versagen, es gibt nur Erfahrungen, ja und Weiterentwicklung. Eine Frage, die ich sehr, sehr häufig bekomme, gerade über Facebook: „Dirk, soll ich mich selbstständig machen?“ In den meisten Fällen kenne ich die Menschen nicht. Und sie schreiben mir dann auch nicht genug Background Wissen.

Ja, wenn ich ein bisschen Anhaltspunkte bekomme, kann ich durchaus einen Rat geben.

  • Soll ich mich selbstständig machen?
  • Kommt drauf an, wie sehr du es willst?
  • Was sind deine Motive?
  • Was ist der Sinn dahinter?
  • Warum willst du das machen?
  • Bist du bereit in dich zu investieren?
  • Bist du bereit Zeit, Energie, Aufwand und Geld zu investieren in die Idee?

Dann mache es. Wenn du dich selbständig machen willst, dann teste das vorher, mache ein Praktikum, mache mehrere Praktika, nimm als Angestellter deinen Urlaub dafür, fahr nicht weg, sondern arbeite ein paar Tage, ein paar Wochen in deinem zukünftigen Beruf.

Frage die, die da sind, wo du hinwillst. Frage die, die sich erfolgreich selbstständig gemacht haben und dass nicht seit drei Jahren, sondern im Idealfall seit 30 Jahren. Lade diese Menschen zum Essen ein, und zahle das Essen und dafür stellst du ihnen die richtigen Fragen. Und dann höre gut zu und reflektiere.

Übrigens, ich scheide aus, ich könnte jeden Tag dreimal essen gehen, ohne dass ich bezahlen muss. Ich scheide dabei aus, aber suche dir andere, die du ruhig so einladen kannst. Starte möglicherweise nebenberuflich.

Das funktioniert jetzt gerade im Vertrieb wunderbar. Du kannst im Network Marketing nebenberuflich Vertriebserfahrung sammeln. Du kannst im Strukturvertrieb einer Finanzdienstleistung nebenberuflich Erfahrung sammeln. Also du musst da nicht direkt von null auf 100.

Nur, wenn du dann genug Erfahrung hast, dann solltest du auch eine Entscheidung treffen. Deine Entscheidung zum Erfolg. In dem Zusammenhang habe ich hier übrigens gerade ein cooles Buch liegen, Entscheidung: Erfolg. Niemand erinnert sich später an den Typen, der es nur versucht hat. Untertitel, wie du in sieben Schritten aus Niederlagen und Misserfolgen die Kraft gewinnst, um deinen eigenen Erfolgsweg zu gehen, für den sich Verlierer nicht einmal die Schuhe anziehen.

Ja das Buch kriegst du von mir geschenkt, du übernimmst die Porto Kosten, findest du auf meiner Facebook Seite, oder meiner Internetseite. Da kannst du dir dieses Buch dann bestellen und das bekommst du geschickt. Am Ende triff eine Entscheidung! Und denke dran, die meisten bereuen später, was sie nicht gemacht haben und nicht das, was sie gemacht haben.

In dem Sinne, fette Beute, lieben Gruß. 

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Über Dirk Kreuter

Dirk Kreuter ist einer der einflussreichsten Vordenker zu den Themen Vertrieb, Verkauf und Akquise, sowohl online wie offline. Er hält schon seit 1990 begeisternde Vorträge und ist Autor von über 50 Büchern & Hörbüchern.

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