Mehr Erfolg durch Autosuggestion

Wer möchte nicht erfolgreicher im Beruf sein, etwas sportlicher oder einfach besser in allen Lebensbereichen werden? Sofern du dich angesprochen fühlst, wenn du denkst, dass du dein volles Potenzial noch nicht hast entfalten können, dann liegt es an einer grundlegenden Sache: Du hast noch nicht das richtige Mindset entwickelt, um die Veränderung anstreben zu können, die du dir vorstellst. Es sind die Glaubenssätze, die du hast, die vielleicht bereits seit deiner Kindheit bestehen und dich daran hindern dein volles Potenzial entfalten zu können. Mithilfe der Autosuggestion kannst du dein Unterbewusstsein aktiv beeinflussen, die Kraft der Selbstbeeinflussung auf dich wirken lassen und so ein wahres Gewinner-Mindset entwickeln!

Was ist Autosuggestion?

Der Begriff Autosuggestion, auch Selbstbeeinflussung genannt, bezeichnet einen Vorgang, indem du dein Unterbewusstsein auf etwas Erwünschtes „programmierst“. Dazu wird ein Wunschgedanke in einem Bereich formuliert, in dem du dich verbessern möchtest. Dieser Wunschgedanke wird kontinuierlich wiederholt, beispielsweise jeden Morgen nach dem Aufstehen sowie jeden Abend kurz bevor du zu Bett gehst.

Die Autosuggestion ist ein Bestandteil vom mentalen sowie autogenem Training. Durch die permanente Wiederholung deiner Ziele und Wünsche verankern sich diese in deinem Unterbewusstsein, sodass sie letztendlich Teil deiner Gedanken werden und diese positiv beeinflussen. Der Grundstein für eine positive Veränderung ist gelegt, wenn aus deinem Wunschgedanken eine feste Überzeugung geworden ist, die somit dein Handeln nachhaltig bestärken.

Der Ursprung der Autosuggestion

Das Wort Autosuggestion wird aus dem griechischen Wort „auto“ und dem lateinischen Wort „suggestio“ zusammengesetzt. Übersetzt bedeutet es soviel wie Selbstbeeinflussung. Dadurch wird eine Methode beschrieben, mit dessen Hilfe du dein Unterbewusstsein aktiv beeinflussen und somit dein Verhalten ändern kannst.

Die Geschichte der Autosuggestion

Die Lehre der Autosuggestion wurde von dem französischen Apotheker Émile Coué im 19. Jahrhundert begründet. Er bekam den Eindruck, dass die Wirkung der Medikamente, die er den Patienten gab, davon beeinflusst wurde, mit welchen Worten er sie ihnen überreichte. So war die Wirkung der Medikamente bei Kunden, denen er Medizin mit den Worten „Da hat der Arzt Ihnen aber ein gutes Mittel verschrieben. Sie werden sich schnell besser fühlen.“ verkaufte deutlich höher als bei Kunden, bei denen er weiter nichts zu den Medikamenten sagte. Aus dieser Beobachtung konnte er den Gedanken entwickeln, dass jeder Mensch sein Wohlbefinden steigern könne, indem er sich selbst Suggestionsformeln anwendet. Jeder Mensch könne somit seines Glückes Schmied sein, indem er sich selbst die positiven Affirmationen aufsagt.

Autosuggestion in der Anwendung

Autosuggestives Training

Folgende Voraussetzungen sind für ein erfolgreiches autosuggestives Training erforderlich:

  • Achtsamkeit
  • Assoziation
  • kontinuierliche und zeitlich stabile Wiederholung

Die Aufmerksamkeit soll ganz auf das Wiederholen und imaginäre Vorstellen der Glaubenssatzinhalte gerichtet werden. Daher solltest du möglichst dafür sorgen, dass sämtliche Ablenkungen, wie dein Handy oder der Fernseher, vermieden werden. Es gilt die vollkommende Konzentration auf den jeweiligen Glaubenssatz.

Bei der Assoziation geht es nicht ausschließlich darum die Affirmation rational vorzusagen, sondern mit möglichst viel Liebe und Enthusiasmus zu wiederholen. Durch die Visualisierung deiner Gedanken kann die Wirksamkeit der Affirmation deutlich erhöht werden. Selbstverständlich sind die Faktoren der Kontinuität sowie der regelmäßigen Durchführung von elementarer Bedeutung für die Effektivität und dem damit verbundenen Erfolg. Bestenfalls wiederholst du die Affirmationen täglich im Zuge deiner Morgen- bzw. Abendroutine.

Der Ablauf für eine erfolgreiche Durchführung der Autosuggestion

Zuerst muss bei einer Autosuggestion ein Ziel formuliert werden, welches erreicht werden soll. Im zweiten Schritt ist es wichtig, äußere Ablenkungen zu vermeiden. Ziel ist es sich körperlich und geistig zu entspannen. Um das Gefühl der Entspannung weiter verstärken zu können, ist es hilfreich, sich auf die eigene Atmung zu konzentrieren, in dem man mehrmals tief ein- und ausatmet. Nun soll imaginär an das jeweilige Ziel gedacht werden. Dafür muss eine Suggestionsformel, auch Affirmation genannt, entworfen werden. Der Glaubenssatz sollte dabei so formuliert sein, dass er sich vollkommen natürlich und realistisch anfühlt. Sobald die Affirmation erfolgreich entworfen wurde, muss diese mit möglichst viel Enthusiasmus und Liebe wiederholt werden.

Anwendbarkeit

Die Autosuggestion kann in so ziemlich jedem Bereich Anwendung finden. Sei es nun in der beruflichen Karriere, bei der körperlichen Fitness, der Optimierung des Schlafes oder mit dem Rauchen aufzuhören.

Fremdsuggestion

Das Gegenteil zur Autosuggestion, also dem imaginären Wiederholen von Glaubenssätzen, bildet die Fremdsuggestion. Fremdsuggestion entsteht häufig durch gesellschaftliche Vorgaben, Werte oder Normen unter denen Menschen aufwachsen. Diese Faktoren wirken also immer auf das interne Denken, das Unterbewusstsein, ein. Gerade in der Erziehung spielt Fremdsuggestion eine große Rolle.

Fremdsuggestion in der Erziehung beschreibt, dass Einwirken des Verhaltens der Eltern oder anderer Erziehungspersonen auf das Kind. Wenn ein Kind des Öfteren Streitereien der Eltern aufgrund von Geldmangel erfährt, wird es höchstwahrscheinlich im Laufe des Lebens negative Glaubenssätze zum Umgang mit Geld entwickeln. In solchen Fällen kann eine Fremdsuggestion zu negativen Glaubenssätzen oder zu anderen Ängsten führen.

Auf der anderen Seite kann die Fremdsuggestion positiv genutzt werden. Motiviert beispielsweise die Mutter das Kind vor jeder Prüfung mit den Worten „Du schaffst das. Du wirst eine gute Note schreiben.“ so ist es wahrscheinlich, dass das Kind auch diesen Glaubenssatz übernimmt und ein größeres Selbstwertbewusstsein entwickelt, als ein Kind, welches häufig den Satz „Das kannst du noch nicht.“ zugetragen bekommt.

Autosuggestion im Coaching

Im Coaching wird Autosuggestion besonders mit dem Ziel der Veränderung von Überzeugungen & Einstellungen und zur Mobilisierung von Kraftreserven genutzt. Hierbei gilt es allerdings zwischen der funktionalen Kognition und der dysfunktionalen Kognition zu unterschieden. Während die Funktionale Kognition hilfreiche Ideen und Glaubenssätze bezeichnet, befasst sich die dysfunktionale Kognition besonders mit negativen, nicht hilfreichen Ideen und Glaubenssätzen.

Anhand von Pauschalisierungen lässt sich äußerst leicht erkennen, zu welcher Form der Suggestionsformeln ein Mensch eher tendiert. Wenn die Äußerungen eher negativ behaftet sind, wie zum Beispiel „Das schaffe ich nicht.“, dann ist er von negativen Glaubenssätzen geprägt. Im Vergleich dazu stehen bei Menschen mit der Affirmation „Ich schaffe es.“ eher positive Glaubenssätze im Zentrum des Denkens.

Ziel eines Coachings ist es die Persönlichkeit der Menschen weiterzuentwickeln durch das Eliminieren von negativen Affirmationen und das Generieren von neuen, positiven Affirmationen.

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Was ist dein Ziel?

Bevor du mit der Umsetzung beginnst solltest du dir Klarheit verschaffen, was du mithilfe der Autosuggestion erreichen willst. Denn nur mit einem konkreten Ziel wirst du eine nachhaltige Veränderung erzielen können.

Bei der Zielformulierung solltest du zudem berücksichtigen, dass die Ziele stets positiv formuliert sind, wie zum Beispiel: „Ich bleibe ruhig und gelassen“ statt „Ich will nicht mehr wütend werden.“ Natürlich sollte dein Ziel ebenfalls smart (spezifisch, messbar, ambitioniert, terminiert) sein, um so das volle Potenzial der Autosuggestion entfalten zu können. Je mehr Acht du auf Details bei der Zielsetzung gibst, desto mehr Kraft hat deine Zielsetzung. Außerdem sollte werden, aus welchem Grund du dieses konkrete Ziel erreichen willst. Welche Vorteile sind damit verbunden? Wie kann es dein Leben nachhaltig verbessern?

Bereiche, in denen du die Autosuggestion einsetzen kannst

Verhaltensänderungen – z.B. um mit dem Rauchen aufzuhören, weniger zu essen, gelassener zu reagieren, offener und mutiger zu sein, Launen und Stimmungen zu beeinflussen usw.

  • Persönliche Ausstrahlung – z.B. um charismatischer, offener, selbstbewusster zu wirken
  • Einstellungen – z.B. um Ihr eigenes Leben positiver sehen, glücklicher zu sein, zufriedener zu sein, mehr Hoffnung zu haben
  • Gesundheit – z.B. um Ihre Abwehrkräfte zu stärken, Schmerzen zu lindern, Krankheiten zu vermindern.
  • Kreativität – z.B. um Ihre Kreativität zu steigern, neue Ideen zu finden
  • Als Entspannungstechnik
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Der richtige Einsatz von Affirmationen

Suggestionsformeln, auch Affirmationen genannt, sind Schlüsselsätze, die auf der Grundlage von Zielen formulieren werden. Diese Sätze wiederholst du regelmäßig. Dadurch, dass die Aufmerksamkeit und Konzentration auf die Schlüsselsätze gerichtet werden, bewegst du dich mehr oder weniger automatisch in die Richtung deines Ziels. Die Suggestionsformeln werden in der Ich-Form und in der Gegenwart formuliert. Dabei solltest du unbedingt positive Formulierungen wählen. Verneinungen wie nie, niemals, nicht, kein können vom Gehirn nicht verarbeitet werden. Bei einer solchen Formulierung bleibt lediglich der negative Glaubenssatz zurück.

Wenn du zum Beispiel jeden Tag sportlich aktiv werden willst, indem du 30 Minuten joggen gehst, könntest du dir folgende Affirmationen zu Nutze machen:

  • Ich jogge jeden Morgen eine halbe Stunde und fühle mich dabei wunderbar.
  • Meine körperliche Fitness steigert sich von Tag zu Tag.
  • Morgens zu joggen bringt mir Klarheit und gibt mir Energie für den Tag.

Beispiele der Autosuggestion in verschiedenen Bereichen

Beruf

  • Meine Arbeit macht mir Spaß.
  • Mit Kollegen und Kunden gehe ich freundlich um.
  • Ich bringe mich wertvoll ein.

Erfolg

  • Meine berufliche Weiterentwicklung ist mir wichtig.
  • Ich freue mich darauf, neue Dinge zu lernen.
  • Ich kann auswählen, was ich als nächstes tun möchte.

Gesundheit

  • Es geht mir von Tag zu Tag in jeder Hinsicht besser.
  • Mit jeder Faser meines Körpers fühle ich mich wohl.
  • Meine Gesundheit ist mir sehr wichtig.

Gewicht

  • Es fällt mir von Tag zu Tag leichter, mehr Sport zu machen.
  • Ich achte auf gute Ernährung und ausreichend Bewegung.
  • Ich gehe gerne spazieren.

Geld

  • Ich verdiene immer mehr Geld.
  • Geld verdienen macht mir Spaß.
  • Ich finde Reichtum positiv.

Selbstvertrauen

  • Ich kann selbstbewusster sein.
  • Ich schaffe das schon.
  • Mein Auftreten wird jeden Tag selbstbewusster.

Zusammenfassung

Viele Menschen haben das Gefühl, dass Veränderungen immer sehr langsam und schmerzvoll sind. Sie werden gezwungen ihre Komfortzone zu verlassen, was den „Schmerz“ erzeugt. Mithilfe der Autosuggestion wirst du in der Lage sein, deine Verhaltensweisen schneller und leichter zu verändern.

Kontinuität ist bekanntlich der Schlüssel zum Erfolg. Um spürbare Veränderungen zu erfahren solltest du für einen Zeitraum von 21 Tagen regelmäßig mit deinen Affirmationen arbeiten. Erfahrungsgemäß wirst du nach einigen Tagen bereits einige Veränderungen erkennen, doch auch dann gilt es weiter zu machen, bis deine Ziele und Gedanken fest in deinem Unterbewusstsein verankert sind.

Denke stets daran: Jede Aktion außerhalb deiner Komfortzone wird dir dabei helfen, zu wachsen und zu der Person zu werden, die du dir wünscht zu sein.

Viel Erfolg bei der Umsetzung,

dein Dirk

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