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3 TIPPS gegen LAMPENFIEBER! │ Dirk Kreuter

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Heute geht es um das Thema Lampenfieber. Egal ob Vortrag, Bewerbungsgespräch, Wettkampf oder auch Führerscheinprüfung. Lampenfieber haben sehr viele Menschen. Was dir dabei hilft, damit besser umzugehen erkläre ich in diesem Beitrag.

Viele Menschen haben Lampenfieber. Also, wenn sie einen Vortrag halten sollen, auf der Bühne stehen vor vielen Menschen. Viele Sportler haben vor dem Wettkampf Lampenfieber. Musiker, John Lennon, Robbie Williams, Heinz Erhardt, Meryl Streep. Bei Prüfungen, bei Klassenarbeiten, bei der Führerscheinprüfung und so weiter.

Was ist Lampenfieber?

Die Leute haben Lampenfieber. Woher kommt das? Weil es eine ungewohnte Situation ist, weil es um viel geht, weil das Resultat erfolgreich sein muss. Weil aber auch manche so eine Situation schon mal hatten und die ist nicht gut gelaufen und sie haben versagt, sie sind durch die Prüfung durchgerasselt, sie haben sich blamiert und jetzt sitzt das noch im Kopf drin.

Ja, was machst du bei Lampenfieber, wie gehst du am besten vor?

Der erste Punkt ist, dass du einfach viel Praxis hast, in dem, was du da tust. Wenn du Sportler bist, dann geht es darum, dass du nicht das ganze Jahr trainierst auf den einen Wettkampf, sondern dass du Aufbauwettkämpfe machst.

Also, wenn du Marathon laufen willst, dann läufst du vorher im Training Zehn-Kilometer-Wettkämpfe. Ja, also, die musst du jetzt nicht so gewissenhaft machen, die kannst du aus dem Training raus machen. Ja, guckst, wo ist was, meldest dich an, gehst hin, läufst das.

Aber du hast schon mal die Wettkampfatmosphäre, du weißt, was passiert am Start, du weißt, was gibt es für ein Gedränge beim Loslaufen. Du hast sogenannte Aufbauwettkämpfe.

Im Triathlon war das auch so. Ich habe als Leistungssportler immer zwischendurch Triathlons gemacht, bei denen es um nichts ging, einfach, um die Wettkampfpraxis zu haben, damit du weißt, was dich erwartet, bei den Wettkämpfen, bei denen es dann um etwas geht.

Der wichtigste Tipp ist: Practice makes Perfect. Je öfter du selber einen Vortrag hält, desto routinierter wirst du. Also, jede Gelegenheit nutzen, um wirklich Vorträge zu halten. Das ist ein ganz wichtiger Tipp.

Wie gewinnt man die Sicherheit?

Die Sicherheit kommt aus der Vorbereitung. Die Sicherheit kommt von innen, aus deinem Kopf heraus. Deswegen ist es ganz wichtig, dass du dich wirklich gewissenhaft vorbereitest auf deine Prüfung, deinen Vortrag, deine Rede, dein Seminar.

Ich mache das auf Papier. Ich setze mich hin, ich schreibe das auf. Ich schreibe das nicht wortwörtlich auf, da wäre mir der Aufwand zu groß. Außerdem bleibt dann die Spontanität weg. Aber ich habe meine Struktur, ich drucke mir meine Vortragsfolien vorher aus, ich lerne die Reihenfolge auswendig. Ich weiß genau, wann kommt welche Folie. Und dann übst du es. Du übst es einfach.

Also, du kannst vor der Führerscheinprüfung üben, auf dem Verkehrsübungsplatz und dann machst du wirklich Stunde um Stunde auf diesen Verkehrsübungsplatz. Schau, dass du Praxis bekommst, schau, dass du das Ganze übst.

Entwickle Erfolgsrituale

Also, ich habe zum Beispiel viele Jahre immer wieder, bevor es losging bei einem Vortrag, eine Dose Red Bull getrunken. Eiskalte Dose Red Bull. Und das ist ganz spannend, wenn meine Assistentin dann das Briefing gemacht hat. Bei einem Hotel gab es so einen Kühler für Getränke, da war stilles Wasser, Red Bull, stilles Wasser, Red Bull. Also, insgesamt irgendwie dreimal stilles Wasser, dreimal Red Bull, weil sie gesagt hat: „Der braucht zum Vortrag Red Bull.“

Das war weniger, dass ich es körperlich brauchte, sondern es war einfach ein Ritual. Es war noch mal, zehn Minuten bevor es losgeht, diese Dose da reinpfeffern, noch mal einen Zuckerschub haben und los geht es.

Ich habe, ich glaube, 15 Jahre lang immer die gleichen Schuhe auf der Bühne. Heute nicht mehr so oft, aber in den ersten zehn Jahren habe ich bei Vorträgen immer die gleichen Schuhe gehabt. Das ist ein ganz teures Paar Prada- Schuhe. Schwarze Lederschuhe, zeitlos, gehen immer. Mit diesen Schuhen habe ich nie einen Vortrag in den Sand gesetzt.

Gibt es irgendein Ritual, ein Musikstück, was du vorher hörst, eine Übung, die du vorher machst, einen Talisman, den du dabei hast?Bei mir waren es die Schuhe, bei mir war es das Red Bull. Was gibt dir Sicherheit?

Wartezeiten nutzen

Was eine große Herausforderung ist, das ist die Wartezeit vorher. Das hast du auch bei Sportwettkämpfen. Du hast dich darauf eingestellt-. Die Herausforderung ist die Wartezeit. Als Sportler vor den Wettkampf, du weißt, um zehn Uhr ist der Startschuss und jetzt verzögert sich das alles noch. Diese 15, 20 Minuten Verzögerung, das geht so an die Nerven, weil du denkst: Mensch, lass mich endlich aus dieser Box hier raus, ich will jetzt endlich los.

Bei Vorträgen ist es genauso. Bei meinen Vorträgen habe ich es selbst in der Hand, bei meiner Vertriebsoffensive oder so. Das ist alles so organisiert, dass es pünktlich losgeht. Bei Fremdvorträgen – mir ist ein Vortag in Erinnerung, das war beim Motivationstag, ich glaube, vor zwei Jahren in München, da gab es eine riesen Verzögerung.

Ich war nachmittags dran, ich war nachmittags dran. Ich glaube, ich sollte um vier Uhr sprechen und dran war ich dann erst um 16 Uhr 45, also, eine Dreiviertelstunde später.

Und das ist spannend, jeder hat da seine Taktik, wie er mit dieser Verzögerung umgeht. Meine Variante ist Small Talk. Das war ganz spannend, beim Motivationstag waren die Small Talk Partner Daniel Stock vom Stockhotel in Österreich, Ralf Möller, der Body Builder und Schauspieler. Olli Kahn war auch dabei.

Also, wir waren so eine Gruppe mit fünf Jungs, da führst du keine tiefgründigen Gespräche, du machst einfach nur Small Talk.

Aber das war cool, erinnere ich mich heute noch dran. Das war witzig. Finde einen Weg, wie du diese Wartezeiten überbrückst.

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Woher kommt Lampenfieber noch?

Es kommt so ein bisschen auch aus der Kindheit. In der Kindheit kann ich jedem Jungen nur empfehlen und Mädchen auch, immer mal wieder solche Mutproben zu machen. Was weiß ich, irgendwo runterzuspringen, beim Nachbarn zu klingeln, Kreide, eine Tür zu beschweren, als, irgendetwas, wo du schon Lampenfieber hast, wo du Angst hast, wo du nicht weißt, was am Ende rauskommt. Und das sorgt dann dafür, dass du nachher gelassener bist.

Was hilft noch gegen Lampenfieber?

Das Erfolgsjournal ist ganz wichtiges Instrument. Das du Sicherheit gewinnst, indem du jeden Tag drei bis fünf Erfolge aufschreibst. Dinge, auf die du stolz bist, die gut funktioniert haben. Das sollst du keinem zeigen, das ist nur für dich.

Wenn du aufgeregt bist, wenn du eine Klassenarbeit hast, eine Klausur, eine Prüfung, einen Vortrag, einen Wettkampf, einen Auftritt, setz dich hin, lies dir durch, was du alles Positives kannst und programmierst dich selber auf das Positive, auf das, was du kannst, auf deinen Erfolg.

Das Geilste am Lampenfieber ist doch, es ist etwas Positives. Es ist was Gutes. Wenn du anfangs extrem aufgeregt bist und dann funktioniert es, dann ist die Ausschüttung der Glückshormone so groß, es ist so so so geil.

Bei den Dingern, wo ich richtig aufgeregt war, als Sportler, aber auch als Redner, da, wo es vorher wirklich kritisch war, wo ich mich gefragt habe: „ Schaffe ich das?“ Bei all denen war nachher, wenn es erfolgreich war, und es war meistens erfolgreich, die Ausschüttung der Glückshormone am Stärksten. Das war wirklich, wirklich cool.

Deswegen, hab keine Angst vor Lampenfieber das gehört dazu. Und sieh es als etwas Positives, als etwas, was eine Vorstufe ist, um später maximale Anerkennung zu bekommen, maximale Ausschüttung von Glückshormonen. Wie geil ist das?

Keiner wird zum Top-Wettkämpfer geboren, keiner wird zum Top-Redner geboren, das ist eine reine Übungssache. So, wenn dir der Beitrag gefällt, lass mir einen Kommentar da.

Und insbesondere, was machst du gegen Lampenfieber? Was machst du, lass uns die Tipps teilen, da bin ich am Neugierigsten drauf. Was sind deine Rituale vor Prüfungen, vor Auftritten, vor Wettkämpfen. Was machst du?

Ich trinke noch eine Dose Red Bull im Jahr, das mache ich nicht mehr. Dieses Ritual, diese Gewohnheit habe ich abgelegt. Die Schuhe, also, in 50 Prozent der Fälle habe ich diese Schuhe an. Was machst du gegen Lampenfieber und was sind deine Rituale und ich freue mich über dein Feedback. 

Viele Grüße und fette Beute

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Über Dirk Kreuter

Dirk Kreuter ist einer der einflussreichsten Vordenker zu den Themen Vertrieb, Verkauf und Akquise, sowohl online wie offline. Er hält schon seit 1990 begeisternde Vorträge und ist Autor von über 50 Büchern & Hörbüchern.

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