Mitarbeiter richtig motivieren und führen

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Mitarbeiter motivieren

Wer ein Unternehmen aufbauen will, oder sein Business skalieren möchte, braucht irgendwann Mitarbeiter, die einem Aufgaben abnehmen. Nur so kann man sich auf wirklich umsatzrelevante Tätigkeiten konzentrieren und den Fokus auf seine Kernaufgaben lenken.

Doch ob und wie man seine Mitarbeiter richtig motiviert und führt, das wissen viele Führungskräfte leider nicht.

Es gibt viele Methoden zur Mitarbeiterführung. In diesem Artikel erfährst du, wie du das beste aus deinen Mitarbeitern herausholst.

Langfristig motivierte Mitarbeiter sind das Ziel.

In diesem Artikel lernst du, welche 3 Faktoren zur maximale Motivation beitragen und deine Mitarbeiter von innen heraus motivieren. Du erfährst auch, was der Unterschied zwischen Reiz und Trieb ist – und warum das so wichtig ist, damit du dir ein hochmotiviertes Team aufbauen kannst.

 

Kann man Mitarbeiter überhaupt motivieren?

Mir wurde vor kurzer Zeit die Frage gestellt, wie man seine Mitarbeiter motivieren kann. Mitarbeiter motivieren ist schwer. Meine Antwort dazu eindeutig:

Du stellst die falsche Frage.
Die Frage ist nicht: „Wie motiviere ich meine Mitarbeiter?“ Die Frage ist: „Wo finde ich motivierte Mitarbeiter?“

Mitarbeiter einstellen und dann zu motivieren, ist quatsch. Du kannst dafür sorgen, dass deine Mitarbeiter nicht demotiviert werden, aber du kannst sie nicht motivieren. Zumindest nicht nachhaltig.

Dennoch spielt gute Führung eine wichtige Rolle.

Hier findest du mein YouTube Video zum Thema Mitarbeitermotivation!

Bild von Dirk Kreuter im Büro mit Text: Stelle die richtigen Leute ein.

Grundlagen der Motivation

Motivation ist die Kraft unserer Psyche, die unser Verhalten antreibt und steuert.

Es gibt zwei Arten von Motivation: intrinsische und extrinsische Motivation.

 

Intrinsische Motivation

Intrinsische Motivation ist die Motivation, die von innen kommt. Also Spaß, Freude und Stolz.

Wenn die Interessenslage und die Lust mit der Aufgabe übereinstimmen, ist man intrinsisch motiviert.

 

Extrinsische Motivation

Extrinsische Motivation kommt von außen.

Das kann Geld sein, Auszeichnung oder Belohnungen. Man kann das Ganze auch umdrehen. Drohst du deinen Mitarbeitern, z. B. mit einer Abmahnung bei erneutem Zuspätkommen, ist das auch eine Art von extrinsischer Motivation. Ob und wie förderlich diese ist, ist eine andere Sache.

Egal ob positiv oder negativ, diese Anreize von außen sind extrinsische Motivation.

Hier ist der Unterschied wichtig, denn nur wenn du weißt, welche Arten von Motivation es gibt, kannst du diese auch fördern. Die extrinsische Motivation förderst du ganz klar durch Auszeichnungen, Boni, Provisionen oder Incentives.

Der Nachteil ist, dass die Motivation nur so lange anhält, wie die Belohnung ausgeschrieben ist. Ein intrinsisch motivierter Mitarbeiter bleibt deutlich länger motiviert, als einer, der von außen durch Belohnung oder Bestrafung dazu gebracht wird.

Jetzt kommt noch ein entscheidender Punkt:

Extrinsische Motivation lähmt Kreativität.

Wenn du darauf angewiesen bist oder dir wünschst, dass deine Mitarbeiter kreativ mitdenken und kreativ arbeiten, dann schadet extrinsische Motivation. Du setzt sie damit unter Druck.

Was ist demnach meine Handlungsempfehlung für dich?

 

Sorge dafür, dass deine Mitarbeiter nicht demotiviert werden.

Statt zu versuchen, durch extrinsische Motivation deine Mitarbeiter künstlich anzutreiben, solltest du viel mehr darauf achten, sie nicht zu demotivieren.

Geld und Angst sind kein nachhaltiger Motivationsfaktor. Wieso? Das sind Faktoren, die sich mit der Zeit abnutzen.

Irgendwann kommen die Mitarbeiter an einen Punkt, an dem sie sich die Angst nicht mehr gefallen lassen und mit dem Vorgesetzten das Gespräch suchen. Dann kommt es zum Konflikt.

Mit Geld ist es das Gleiche. Die wenigsten Menschen sind irgendwann zufrieden. Sie wollen immer mehr. Wenn du Geld als extrinsischen Motivationsfaktor setzt, wird sich der Mitarbeiter irgendwann an das Geld gewöhnt haben und mehr wollen.

Also nutzt sich auch dieser Motivationsfaktor irgendwann ab.

 

Die 2 großen Bereiche müssen im Einklang miteinander stehen

Wenn du das tust, was du wirklich gerne machst, stehen die Interessenlage, die Aufgabenstellung und die Lust im Einklang. Da gibt es nichts mehr zu motivieren.

Nur wenn die Interessenlage und die Lust nicht im Einklang mit der Aufgabenstellung stehen, ist die Schnittfläche so klein, dass man hier mit Motivation arbeiten müsste.

Wenn es also möglich ist, gib deinen Mitarbeitern Aufgaben und Projekte, die ihren Stärken und Interessen gleichen, damit die Schnittfläche zwischen Interessenlage und Aufgabenstellung größer ist.

 

Diese 3 Faktoren tragen zur Mitarbeitermotivation bei

Es gibt unterschiedliche Faktoren, die zur Motivation beitragen: Die Autonomie, die Sinnhaftigkeit und die positiven Beziehungen.

  • Autonomie:
    Mit Autonomie ist gemeint, dass jeder Mensch das Verlangen hat, sein Leben selbst zu bestimmen. Wie kannst du das jetzt für dich nutzen und die Motivation deiner Mitarbeiter in diesem Punkt fördern? Gib deinen Mitarbeitern Freiheiten und lasse sie selbständig arbeiten. Am besten an Projekten, die sie besonders interessieren. So förderst du ebenfalls wie im letzten Abschnitt beschrieben die Schnittfläche zwischen Lust, Interessenlage und Aufgabenstellung.
  • Sinnhaftigkeit:
    Menschen lieben das Gefühl, an etwas Wichtigem mitzuarbeiten. Wie kannst du diese Art der Motivation verbessern? Erkläre deinen Mitarbeitern, warum sie etwas tun, was der Sinn der Arbeit ist und wie wichtig das in diesem Moment ist. Biete deinen Mitarbeitern die Chance, sich weiterzubilden und feiere mit ihnen ihre Erfolge.
  • Positive Beziehungen:
    Deine Mitarbeiter fühlen sich besser und sind leistungsstärker, wenn sie das Gefühl haben, geschätzt und gemocht zu werden. Diese Motivation kannst du steigern, indem du deinen Mitarbeitern gegenüber ehrliches Interesse zeigst. Sei du selbst, habe Spaß an deiner Arbeit und eine positive Lebenseinstellung.

Grafik zur Erhaltung der Mitarbeitermotivation

Zu guter Führung gehört also, dass du die intrinsische Motivation in den Mitarbeitern erkennst, schon bevor du diese einstellst und diese nach deren Einstellung auch nicht begräbst.

Zur extrinsischen Motivation gehört das Setzen von Zielen und das Belohnen von Leistungen, indem du beispielsweise die Schnittstelle zur Geschäftsführung bildest oder selbst Incentives setzt.

Wie Obama sagte: „You have to listen“.

Sei offen und höre auf das, was deine Mitarbeiter brauchen. Natürlich werden sie es dir nicht immer sofort erzählen oder wissen es selbst nicht so ganz, aber hier liegt es in deiner Verantwortung: Deine Aufgabe ist es, zu erkennen, an welchem Bereich du ansetzt und wie du die Motivation bei deinen Mitarbeitern erhalten kannst.

Selbstverständlich ist der wichtigste Ansatz, überhaupt erst einmal die richtigen Mitarbeiter einzustellen!

 

Verstehe die Motivation deiner Mitarbeiter

Ein weiterer interessanter Punkt ist, die Motivation deiner Mitarbeiter zu verstehen und daran festzuhalten. Versuche zu verstehen, was deinen Mitarbeiter antreibt und was er sich aus diesem Job erhofft. Ich hatte damals einen Kunden, welcher sich gerade ein Team aufbauen wollte.

Er hatte einen jungen Mitarbeiter gefunden, der erzählte, dass es sein größter Wunsch sei, seinem Vater irgendwann mal ein schönes Auto zu kaufen. Als dieser Mitarbeiter irgendwann schwächere Arbeitsleistung gebracht hat, nahm der Chef ihn mit in ein Autohaus und zeigte ihm die schönen Autos. Da wurde dem Mitarbeiter wieder klar, warum er das ganze tat und wo er hin wollte.

Der Chef hat damals den wunden Punkt seines Mitarbeiters getroffen und ihn wieder daran erinnert, welchen Weg er mal gehen wollte. Das ist eine vorbildliche Art und Weise von Führung.

 

Der Unterschied zwischen Reiz und Trieb

Der Unterschied zwischen Reiz und Trieb

Ein Jagdhund hat den Trieb, zu jagen. Er ist hochmotiviert und will das von alleine. Wenn du ihm eine Wurst hinhältst, ist das ein Reiz. Du gibst ihm einen Reiz, etwas zu tun.

Wenn du dich fragst, wie du deine Mitarbeiter motivieren kannst, sprichst du davon, welche Wurst du deinen Mitarbeitern vorhältst. Das ist der falsche Weg.

Der richtige Weg ist, motivierte Leute einzustellen.

Das ist meistens das Problem.

 

was macht den Erfolg aus?

Viele Unternehmer, Führungskräfte oder Selbstständige stellen die falschen Leute ein. 90 % des Erfolges sind: Stell die richtigen Leute ein. Du kannst nicht nachjustieren. Und wenn ein Mitarbeiter seinen Teil der Vereinbarung nicht einhält, z. B. die Leistung nicht bringt, weil er nicht motiviert ist, dann kann man darüber sprechen. Einmal, zweimal, vielleicht sogar dreimal. Wenn die Leistung dann immer noch nicht stimmt, wird die Person gefeuert.

 

Jeder muss 100% geben

Wir wollen alle mit Wattebäuschchen werfen, dabei haben wir mit dem Tag der Einstellung einen Deal getroffen.

Der Chef bezahlt den Mitarbeiter und der Mitarbeiter stimmt zu, seine volle Arbeitsleistung zu bieten.

Wenn jetzt eine der beiden Parteien ihren Teil der Abmachung nicht erfüllt, gibt es Konsequenzen. Wie gesagt: vielleicht ein, zwei oder drei Gespräche, danach ist Schluss.

Drehen wir das Ganze mal um: Stell dir vor, du bist Arbeitgeber und zahlst deinem Mitarbeiter nur 70 % des Gehaltes. Sofort hast du den Mitarbeiter im Büro stehen.

Wieso also sollte der Mitarbeiter nur 70 % seiner Motivation, seiner Arbeitsleistung bieten? Jetzt kann man natürlich sagen: gute Mitarbeiter gibt es selten. Ja, das stimmt! Gute Mitarbeiter findet man nicht überall, die muss man suchen.

 

Was ist für dich wichtig, damit du dir ein motiviertes Team aufbauen kannst?

90 % des Erfolges bestehen darin, die richtigen Mitarbeiter einzustellen! Stelle Mitarbeiter ein, die schon motiviert sind. Lerne deren Motivation kennen und bringe sie wieder dorthin zurück, sollten sie ihre Motivation aus den Augen verlieren.

Wenn du merkst, dass die Arbeitsleistung und die Motivation deiner Mitarbeiter nachlässt, gehört für dich das Feingefühl dazu, zu erkennen, woran das liegen mag. Du kannst als Führungskraft gut an der Autonomie, an der Sinnhaftigkeit und an positiven Beziehungen arbeiten, damit dein Mitarbeiter die Motivation bei der Arbeit nicht verliert.

Stelle die richtigen Leute ein und halte sie motiviert. Hole das Beste aus ihnen heraus.

Hier findest du mein YouTube Video zum Thema Mitarbeiterführung.

Auf meinem YouTube Kanal findest du außerdem mehrmals wöchentlich Videos zu den Themen Verkauf, Unternehmertum, Erfolg und Finanzen. Lasse mir gerne ein Abo da!

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Über Dirk Kreuter

Dirk Kreuter ist einer der einflussreichsten Vordenker zu den Themen Vertrieb, Verkauf und Akquise, sowohl online wie offline. Er hält schon seit 1990 begeisternde Vorträge und ist Autor von über 50 Büchern & Hörbüchern.

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