Win-Win

Eine Win-Win-Situation in der Vertriebspraxis

An diversen Stellen und bei vielen Verhandlungen ist es möglich im Betriebsalltag bei einem zufriedenstellenden Endergebnis zu landen, bei dem alle Beteiligten profitieren können. Sofern es nicht zu einem größeren strategischem Vorgehen gehört, sollte solche Angebote generell in Erwägung gezogen werden.

Es sollte aber nicht nur ein genereller Gewinn für beide Verhandlungspartner angestrebt werden, sondern auch den Wert, der sich für das eigene Unternehmen ergibt. So kann sich eine solche Verhandlung unter Umständen nicht lohnen, falls es sich um einen geringen Zugewinn handelt.

Weiterhin muss der relative Wert in Betracht gezogen werden, wenn es um Verhandlungen mit Konkurrenten geht. Selbst ein solches Zusammentreffen kann einen Vorteil für beide Seiten mit sich führen, jedoch sollte hierbei auch die Aussicht auf die mittel- bis langfristige Entwicklung betrachtet werden.

So ist es möglich, dass zwar beide Akteure direkt von einem Abkommen profitieren, sich dieses Verhältnis jedoch im verlaufe der Zeit ändert. Es kann also sein, dass ein solcher “Win-Win” erst attraktiv und zuvorkommend wirkt, sich langfristig allerdings als “Win-Lose” entpuppt (Eine Situation, in der es einen klaren Gewinner und einen Verlierer gibt).

Im schlimmsten Fall kann sogar ein Szenario entstehen, in dem beide beteiligten einen Verlust verbuchen müssen. Das kann einen Einschnitt des Marktanteils beider Verhandlungspartner zur Folge haben und somit auch einen finanziellen Verlust. Ein solches Endergebnis ist zwar nicht der Regelfall, sollte jedoch definitiv beachtet werden, um ein potenzielles Verlustgeschäft zu vermeiden.

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Praxisbeispiel

Vor allem bei Zusammenschlüssen von unterschiedlichen Unternehmen der gleichen Sparte, kann es oftmals zu einem Win-Win kommen. Beispielsweise könnte sich ein Gutschein-Anbieter mit einem vergleichbaren Portal zusammen tun, um dem bereits vorhandenen Kundenstamm ein breiteres Angebot präsentieren zu können. An dieser Stelle wird jedoch ein besseres Mengenangebot erzielt, da der Geschäftspartner seine eigenen Kunden mit eingebracht hat.

Durch diese Kooperation wird schlussendlich nicht nur ein besseres Ergebnis für die bestehenden Kunden oder ein attraktiveres Angebot für zukünftige Interessenten geboten, sondern auch der Umsatz und Einfluss beider Unternehmen verbessert.

Die Kombination des Kundenstammes oder Reichweite eines Unternehmens und die Angebote eines anderen Unternehmens stellen dabei eine übliche Konstellation für einen “Win-Win” dar.

Ein weiteres Beispiel könnte die Zusammenarbeit von Unternehmen in der digitalen Branche sein. Bei der Einbindung in den Dienst eines anderen Anbieters kann unmittelbar mit einer verbesserten Reichweite gerechnet werden. Somit können Dienste, die eine möglichst breitgefächerte Vielfalt an Benutzern voraussetzt besser fungieren und gleichzeitig kann ein besseres Gesamterlebnis für den Nutzer angeboten werden.

 

Fazit

Zusammenfassen gibt es zu sagen, dass eine Win-Win-Situation zwar durchaus erstrebenswert ist, jedoch dabei nicht zum Verlust des eigenen Unternehmens gehandelt werden sollte. Dabei muss es nicht direkt um Verlust im geldlichen Sinne gehen, sondern insbesondere um eine unvorteilhafte langfristige Marktposition oder eine schlechte Position für zukünftige Verhandlungen.

Ist dies jedoch nicht zu befürchten, steht einer profitablen Verhandlung nichts im Wege und beide Seiten können von einem Win-Win profitieren.

Einzelnachweise
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