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Just-in-Time Lieferung / Produktion

Just-in-Time Lieferung in der Vertriebspraxis

Grober Ablauf: Wenn im Betrieb Ware Just-in-Time benötigt wird, dann wird diese in exakt der richtigen Menge bestellt. Außerdem werden die Rohstoffe genau so angefordert, dass sie genau dann eintreffen, wenn sie zur Weiterverarbeitung benötigt werden.

Für einen reibungslosen Ablauf müssen alle betreffenden Arbeiter genau wissen, wann und wo die Lieferung eintrifft. Sobald man Ware bestellt hat, gilt es etwaige betreffende Mitarbeiter zu informieren. So muss die Person, die dafür zuständig ist, Lieferungen anzunehmen genau wissen, wann der Spediteur mit den Waren eintrifft und in welcher Menge welche Rohstoffe erwartet werden.

In Großen Betrieben muss auch noch ganz genau geklärt sein, wo die Materialien benötigt werden, damit sie schnellstmöglich an den richtigen Einsatzort gebracht werden können.

Sobald die Lieferung eingetroffen, kontrolliert und gegebenenfalls weitergegeben wurde, wird sie direkt verarbeitet. Dazu müssen Mitarbeiter in der Fertigung genau wissen, dass zu genau diesem Zeitpunkt neue Ware ankommt. Nur so kann garantiert werden, dass die Rohstoffe unverzüglich nach der Anlieferung verarbeitet werden.

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Vor- und Nachteile

Der Vorteil bei Just-in-Time Lieferungen liegt klar auf der Hand: Kosten- und Lagerplatzeinsparung. In vielen Fällen werden auch Mitarbeiter – welche natürlich ebenfalls zusätzlich kosten würden – eingespart.

Manche Rohstoffe müssten in Lagerhallen regelmäßig kontrolliert oder gepflegt werden. Das würde bei einer Just-in-Time Lieferung wegfallen.

Doch es gibt auch Nachteile. Kommt eine Lieferung etwa nicht pünktlich oder im schlimmsten Fall gar nicht, muss die Produktion gestoppt werden. Dass kann enorme Gewinneinbrüche zur Folge haben.

Steht ein Zulieferer beispielsweise im Stau, oder wird durch andere Umstände sogar noch länger aufgehalten, kann keine zeitige Lieferung garantiert werden. Deshalb sollte eine Just-in-Time Lieferung gut durchdacht und geplant werden.

 

Praxisbeispiel

Kommen wir zu unserer Käseproduktion vom Anfang zurück. Hier macht Just-in-Time in vielerlei Hinsicht Sinn. Der Rohstoff für jeden Käse ist Milch. Ein großer Nachteil bei Milch ist, dass man sie nicht ewig lagern kann, denn sie ist verderblich.

Wenn wir also in unserer fiktiven Käseproduktion Milch einkaufen, so würden wir uns sehr wahrscheinlich für eine Just-in-Time Lieferungen entscheiden, um zu vermeiden, dass die Ware verdirbt.

Der Milchtransporter holt die Milch in aller Regel zu vereinbarten Zeiten bei Vertrags-Bauern ab und bringt sie direkt in unseren Betrieb. So ist die Milch möglichst frisch.

Im Betrieb steht dann schon ein Mitarbeiter bereit, um die Qualität der Milch zu prüfen und um sie der Verarbeitung zuzuführen. Würde man diese Milch nun erst zwischenlagern, so würde von Stunde zu Stunde die Qualität des Produktes sinken. Außerdem bräuchte man große Tanks, in welchen man die Milch lagert. Das würde deutliche Mehrkosten für unsere Käserei bedeuten, denn sowohl die Tanks, als auch die Wartung dieser würde Geld kosten.

Die korrekte Kühlung der Milchtanks würde nochmals zusätzliche Kosten verursachen. Durch das Just-in-Time Verfahren können wir abgesehen davon flexibel auf den Absatz reagieren. Ist beispielsweise unser Käse zurzeit nicht so beliebt, kaufen wir weniger Milch ein oder mehr, wenn die Nachfrage steigt.

 

Fazit

Besteht bei uns kontinuierlicher Bedarf an Produkten, dann sind Just-in-Time Lieferungen für die Fertigung unerlässlich. Dadurch können Geld, Platz, Zeit und Mitarbeiter eingespart werden. Diese Produktionsstrategie gewährleistet reibungslose Abläuft und die spontane Handlungsfähigkeit dieses Unternehmens.

Einzelnachweise
  1. Prologistik
  2. Gründerszene
  3. Logistik Lexikon
  4. Betriebswirtschaft lernen
Die Inhalte in anderen Formen [elementor-template id=”4456″]

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