15.6.22

SelbststĂ€ndigkeit anmelden - So geht’s

Erfahre, wie du deine SelbststÀndigkeit anmelden kannst und was du dabei unbedingt beachten solltest, um ein erfolgreicher Unternehmer zu werden.

Inhaltsverzeichnis

Du willst deine SelbststÀndigkeit anmelden? Dann zeige ich dir in diesem Artikel, wie du das ganz einfach tun kannst.

Außerdem gebe ich dir als langjĂ€hriger Unternehmer wertvolle und exklusive Tipps, die du nicht von Beamten und angestellten Beratern erfahren wirst.

Diese RatschlÀge werden dir helfen, teure und zeitraubende Fehler zu vermeiden.

Ich hĂ€tte sie mir rĂŒckblickend am Anfang meiner Laufbahn als Unternehmer gewĂŒnscht.

Von offiziellen Stellen hörst du nĂ€mlich nur, was du an Papierkram haben und formal beachten musst. Das ist natĂŒrlich wichtig. 

Auch das werde ich dir einfach und verstÀndlich erklÀren, ohne dass du im Lexikon nachschlagen musst.

ZusÀtzlich lernst du aber, von Anfang an wie ein SelbststÀndiger zu denken. 

Wenn du ein Haus baust, muss es nÀmlich ein solides Fundament haben. 

Genauso ist es, wenn du deine SelbstÀndigkeit anmelden willst.

Auf geht’s!

SelbstÀndigkeit anmelden: als Freiberufler oder mit Gewerbe?

Wenn du mit deiner selbststÀndigen TÀtigkeit Geld verdienen willst, musst du dich anmelden.

ZunÀchst solltest du herausfinden, um welche Art von SelbststÀndigkeit es sich in deinem Fall handelt.

Du kannst entweder Freiberufler oder Gewerbetreibender sein. Davon hÀngt letztlich ab, wie du vorgehen musst.

Außerdem hat diese Entscheidung Auswirkungen auf die Fragen, wie deine Steuern berechnet und wie hoch sie sein werden.

Was bedeutet Freiberuflichkeit?

Unterschied zwischen Freiberufler und Gewerbe

In Deutschland kann die SelbststÀndigkeit zwei Formen annehmen: Freiberuflichkeit und Gewerbe. 

Im Gesetz steht: Die Freiberuflichkeit ist eine selbststĂ€ndig ausgeĂŒbte, wissenschaftliche, kĂŒnstlerische, schriftstellerische, unterrichtende oder erziehende TĂ€tigkeit.

Hier sind einige Beispiele:

  • Arzt
  • Rechtsanwalt
  • Ingenieur
  • Architekt
  • Designer
  • Steuerberater
  • Dolmetscher
  • Bildhauer
  • DiĂ€tassistent
  • Dozent
  • KĂŒnstler
  • Schauspieler
  • Schriftsteller
  • Werbetexter
  • Musiker
  • Marketingberater
  • Tanzlehrer
  • Unternehmensberater
  • Visagist

Die komplette und offizielle Liste an freien Berufen findest du hier.

Ob deine SelbststÀndigkeit letztlich zur Freiberuflichkeit gehört, solltest du mit dem Finanzamt abklÀren. Denn der zustÀndige Mitarbeiter entscheidet im Zweifel im Einzelfall.

Vorteile einer freiberuflichen TĂ€tigkeit

Als Freiberufler gibt es folgende Vorteile im Vergleich zum Gewerbe.

  • Einfache Anmeldung: Du kannst deine SelbstĂ€ndigkeit unkompliziert beim Finanzamt deine SelbststĂ€ndigkeit anmelden. 
  • Keine Gewerbesteuer: Freiberufler mĂŒssen keine GewerbesteuererklĂ€rungen machen. Auch entfallen Vorauszahlungen an das Finanzamt.
  • Keine IHK-Mitgliedschaft: Du musst nicht Mitglied bei der IHK werden und somit keine BeitrĂ€ge zahlen.
  • Einfache SteuererklĂ€rung: Freiberufler mĂŒssen nur eine vereinfachte Buchhaltung machen. Es reicht die Einnahmen-Überschuss-Rechnung am Ende des Jahres. Gewerbetreibende mĂŒssen hingegen eine Bilanzierung und doppelte BuchfĂŒhrung vorweisen. Das ist komplizierter.
  • Umsatzsteuer erst nach Geldeingang: Die Umsatzsteuer wird erst fĂ€llig, wenn Geld bei dir eingegangen ist. Als Gewerbetreibender wird sie schon bei Rechnungsstellung fĂ€llig.

Wenn du ein Produkt entwickeln und verkaufen willst, kommt die Freiberuflichkeit nicht infrage. In dem Fall brauchst du auf jeden Fall ein Gewerbe.

Als Freiberufler selbststÀndig werden

Als Freiberufler ist die Anmeldung der SelbststÀndigkeit relativ unkompliziert. Dazu reicht ein formloses Schreiben.

Wenn du bereits mit deiner selbststÀndigen Arbeit angefangen hast, gibt dir das Finanzamt eine Frist von vier Wochen. In der Zeit kannst du ein formloses Schreiben zusenden.

Wie das geht?

Du nennst nur deinen Namen, deine Anschrift, Kontaktdaten und das aktuelle Datum. Jetzt musst du nur noch schreiben, welche TĂ€tigkeit du ausĂŒben willst.

Muster: Anmeldung deiner freiberuflichen TĂ€tigkeit

Hier hast du ein Beispiel, das du fĂŒr deine Zwecke umformulieren kannst:


Max Mustermann

Musterstraße 1

12345 Musterstadt


Datum

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich werde ab dem [Datumsbeginn der Freiberuflichkeit] als [Name des freien Berufs] unterschiedliche AuftrÀge annehmen und Rechnungen schreiben.

Ich bitte Sie, mir zeitnah ein Formular zuzusenden, damit ich meine freiberufliche TĂ€tigkeit anmelden kann. Gerne können Sie mir auch Informationen zum Thema Einkommensteuerpflicht und Umsatzsteuerpflicht fĂŒr SelbststĂ€ndige zusenden.

FĂŒr meine TĂ€tigkeit benötige ich außerdem eine Steuernummer. Bitte senden Sie mir eine zu.

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen

Max Mustermann



Sobald dein Schreiben beim Finanzamt eingereicht ist, wirst du einen Fragebogen erhalten. Diesen musst du ausfĂŒllen und zurĂŒcksenden. 

Zudem bekommst du eine Steuernummer.

Als Gewerbetreibender selbststÀndig werden

Außer fĂŒr die Freien Berufe und die Urproduktion (Förster, Landwirte, Fischer etc.) gilt in Deutschland immer die Gewerbepflicht, wenn du Gewinn erzielen willst. 

Das bedeutet, dass du zum Gewerbeamt gehst und ein Gewerbe anmeldest.

Danach erhĂ€ltst du einen Gewerbeschein. Das ist die offizielle Erlaubnis, mit der du einen Betrieb fĂŒhren darfst.

Es gilt in Deutschland die Gewerbefreiheit. Das heißt: Jeder darf ein Gewerbe anmelden.

Je nach Branche und TĂ€tigkeit musst du aber unterschiedliche Nachweise und Erlaubnisse vorweisen.

Beispiele:

  • Kenntnisnachweise fĂŒr deine Branche
  • polizeiliches FĂŒhrungszeugnis
  • Handwerkskarte
  • Handelsregisterauszug
  • Auszug aus dem Gewerbezentralregister
  • Gesundheitszeugnis
  • Etc.

ZusĂ€tzlich brauchst du fĂŒr einige TĂ€tigkeiten eine Erlaubnis.

Wenn du zum Beispiel als Immobilienmakler Geld verdienen willst, benötigst du ein solches Dokument.

FĂŒr die Anmeldung besorgst du dir zuerst einen Termin beim Gewerbeamt.

Vorher solltest du aber ĂŒberprĂŒfen, ob du fĂŒr deine TĂ€tigkeit Genehmigungen benötigst.

Ruf beim Gewerbeamt an, wenn du dir unsicher bist. Frag nach.

Dadurch ersparst du dir einen zweiten Gang dorthin. Wenn du all deine Unterlagen dabeihast, kannst du dein Unternehmen sofort anmelden.

Umso schneller kannst du loslegen. Kommen wir jetzt zu den wirklich entscheidenden Aspekten fĂŒr SelbststĂ€ndige


Meine 10 Tipps fĂŒr SelbststĂ€ndige

Herausforderungen als SelbststÀndiger

Wenn du deine SelbststĂ€ndigkeit anmelden willst, habe ich ein paar wertvolle Tipps fĂŒr dich. 

Ich hĂ€tte mir 1990 gewĂŒnscht, dass ein erfahrener Unternehmer mir diese RatschlĂ€ge gegeben hĂ€tte, als ich selbststĂ€ndig wurde. 

Du kannst dir viel Ärger ersparen, wenn du von Anfang an folgende Hindernisse aus dem Weg rĂ€umst.

1. Setze Gewinne niedrig an

Wenn du dich selbststĂ€ndig machst, musst du einen Fragebogen vom Finanzamt ausfĂŒllen. Nur dann bekommst du eine Steuernummer, mit der du Rechnungen schreiben kannst.

In diesem Fragebogen zur steuerlichen Erfassung gibt es einen wichtigen Abschnitt, der ĂŒber den Erfolg deines Unternehmens entscheiden kann.

Du musst nÀmlich eintragen, wie viel Gewinn du voraussichtlich im aktuellen und nÀchsten Jahr haben wirst.

Das Finanzamt erwartet, dass du eine SchÀtzung abgibst.

Anhand deiner Angaben wird deine vierteljĂ€hrliche Vorauszahlung fĂŒr die Einkommensteuer und Gewerbesteuer (nur bei einem Gewerbe) berechnet.

Wenn du einen hohen voraussichtlichen Gewinn nennst, wird deine Vorauszahlung entsprechend hoch sein. Meine Empfehlung deshalb:

Setze deinen voraussichtlichen Gewinn (=Umsatz – Kosten) niedrig an. 


Dann hast du mehr Geld ĂŒber, um damit in den ersten anderthalb Jahren zu arbeiten.

Bei einem hohen voraussichtlichen Gewinn geht das Geld hingegen direkt an das Finanzamt.

Geh am besten zu einem Steuerberater. Der kann dir auch sagen, welche Gesellschaftsform fĂŒr dein Unternehmen am besten geeignet ist.

2. Denke immer an das Finanzamt

Die grĂ¶ĂŸte Falle ist, wenn du deine Einnahmen verwendest, ohne an das Finanzamt zu denken.

Angenommen, du hast deine SelbststÀndigkeit angemeldet und bist erfolgreich. Du generierst Einnahmen und Gewinn.

Jetzt reinvestierst du das Geld in dein Unternehmen oder zahlst dir große Mengen davon aus. Nach ungefĂ€hr einem Jahr steht das Finanzamt vor deiner TĂŒr.

Dann werden nĂ€mlich Steuern fĂŒr die Zeit fĂ€llig, in der du bereits tĂ€tig warst. Außerdem kommen Vorauszahlungen hinzu.

Das kann dann relativ viel Geld sein, wenn du erfolgreich bist. Falls du nicht erfolgreich wirst, musst du dir keine Sorgen machen.

Lege dir deshalb immer im Voraus Geld fĂŒr das Finanzamt beiseite.

3. Miete ein externes BĂŒro

Heutzutage finden viele die Idee vom Homeoffice super. Das kann funktionieren, wenn dein BĂŒro getrennt ist und du deine Ruhe hast. 

Falls nicht, kann es nach hinten losgehen.

Ich habe lange Zeit erfolgreich als Handelsvertreter im Homeoffice gearbeitet. Es funktionierte gut.

Als meine Tochter geboren wurde, war das mit einem schreienden Baby im Hintergrund nicht mehr möglich.

Das wirkte unprofessionell, wenn ich jemanden anrief.

Obendrein konnte ich mich nicht mehr richtig fokussieren.

Deshalb habe ich ein externes BĂŒro angemietet, das 20 Minuten von zu Hause entfernt war.

Es war eine gute Entscheidung. Deshalb rate ich dir zu diesem Schritt. Überlege dir gut, ob Homeoffice tatsĂ€chlich fĂŒr dich funktionieren wird.

Du kannst alternativ zum Beispiel in einer BĂŒrogemeinschaft einen Platz finden. Vielleicht hat auch ein GrĂŒnderzentrum ein BĂŒro fĂŒr dich.

Schlussendlich bist du in vielen FĂ€llen viel produktiver, wenn du in ein externes BĂŒro investierst.

Deshalb rate ich dir unbedingt zu diesem Schritt.

4. Stelle einen Assistenten ein

Assistenten einstellen als SelbstÀndiger

Meine Empfehlung ist, sofort einen Assistenten oder eine Assistentin einzustellen. NatĂŒrlich ist das am Anfang viel Geld.

So eine Person kann zwischen 2000 und 3000 € im Monat kosten. Aber wenn du es dir leisten kannst, solltest du es unbedingt tun.

Stell dir nÀmlich folgende Frage: Was kostet es dich, wenn du den ganzen Kleinkram in deinem Unternehmen selbst machst?

Vergleiche dazu deinen Stundenlohn mit dem eines Assistenten. Schnell wirst du feststellen, dass ein solcher Helfer auch finanziell sinnvoll sein kann.

Diese Stundenlohn-Analyse kann ein Augenöffner sein.

Was macht ein Assistent?

Die Person ĂŒbernimmt alle Aufgaben, die du nicht zwangslĂ€ufig machen musst, damit dein Unternehmen funktioniert.

Das kann folgende Aufgaben umfassen:

  • Empfang von Kunden
  • Terminverwaltung
  • Kommunikationsverwaltung 
  • Organisation von Meetings
  • Erstellung von Protokollen
  • Sonstige organisatorische Aufgaben

5. Baue dir finanziellen Druck auf

Dieser Tipps ist das genaue Gegenteil von dem, was dir ein angestellter Berater sagen wĂŒrde.

Aus Erfahrung kann ich aber sagen: Wenn du mit Druck umgehen kannst, kann dich dieser Tipp zum Erfolg katapultieren.

DafĂŒr musst du allerdings der passende Typ sein. 

Kannst du generell gut mit Druck umgehen?

Wirst du produktiver und besser, wenn du unter Druck stehst?

Auf mich trifft das zu.

Auch nach 30 Jahren als Unternehmer mache ich mir heute immer noch Druck.

Damals habe ich ein BĂŒro gemietet und einen Mitarbeiter eingestellt, der vom ersten Tag an gutes Geld verdient hat.

Damit hatte ich sofort Fixkosten von damals 4000 Mark.

Die musste ich natĂŒrlich erst erwirtschaften. Ich stand unter enormem Druck.

Das hat mir viel Energie gegeben.

Meine Empfehlung: Bau dir sinnvolle Kosten auf, indem du ein BĂŒro mietest, Mitarbeiter einstellst oder externe Dienstleister hast. 

Dann gibst du Gas, indem du dich auf das Wesentliche konzentrierst.

Das externe BĂŒro und ein persönlicher Assistent waren fĂŒr mich beides echte Game Changer.

6. Verzichte grĂ¶ĂŸtenteils auf Praktikanten

FĂŒr viele SelbststĂ€ndige ist es verlockend, mit Praktikanten zu arbeiten. Schließlich kosten sie nichts.

Sie beachten dabei aber nicht die Transferkosten. Bis nÀmlich ein Praktikant wirklich eingearbeitet ist und funktioniert, hast du noch keinen wirklichen Vorteil.

In den meisten FĂ€llen liegt das an der zu kurzen Praktikumszeit.

Meistens bleiben Praktikanten nur wenige Wochen oder Monate. 

Falls jemand mindestens sechs Monate bleibt oder gar ein Jahrespraktikum macht, kann es eine Überlegung wert sein.

Ansonsten bringt ein Praktikant leider nur Unruhe rein.

Eine bessere Option sind Auszubildende. Du kannst die beiden Möglichkeiten auch miteinander verbinden.

Wenn jemand ein Jahrespraktikum macht und sich bewĂ€hrt, kann er anschließend eine Ausbildung bei dir absolvieren. So hast du die Fachkraft mindestens vier Jahre.

NatĂŒrlich solltest du schon wĂ€hrend des Praktikums gutes Geld zahlen und deinen Mitarbeiter wertschĂ€tzen. So haben wir das immer erfolgreich gemacht.

7. Konzentriere dich auf Kunden und Umsatz

Viele SelbstĂ€ndige haben am Anfang den falschen Fokus. Sie möchten nach außen hin erfolgreich aussehen und einen professionellen Eindruck machen. Dabei vergessen sie, dass es bei dem Unternehmen am meisten auf zwei Dinge ankommt: Kunden und Umsatz.

Dabei vergessen sie, dass es bei dem Unternehmen am meisten auf zwei Dinge ankommt: Kunden und Umsatz.

1993 habe ich mit zwei Freunden einen Großhandel fĂŒr Sportartikel gegrĂŒndet. Wir haben eine Assistentin eingestellt, tolle BĂŒromöbel gekauft und alles professionell gestaltet.

Wir haben den Startup-Lifestyle gelebt, von denen viele trÀumen. 

StÀndig haben wir PlÀne geschmiedet und abends Pizza bestellt.

Nach einem Jahr sind zwei von dreien wieder ausgestiegen, weil wir keinen Umsatz gemacht haben.

Wir hatten nÀmlich unser gesamtes Stammkapital aufgebraucht. 

Meine Lehre daraus: Die wichtigsten beiden Punkte im Unternehmen sind Kunden und Umsatz. Ohne diesen Teil kannst du den Rest noch so gut machen.

Du wirst scheitern.

Lerne deshalb, zu verkaufen und Kunden zu gewinnen! Das sollte die höchste PrioritĂ€t fĂŒr dich haben.

8. Triff die richtige Partnerwahl

1999 habe ich ĂŒber einen privaten Kontakt jemanden kennengelernt. Wir haben uns gut verstanden und wollten zusammen eine GmbH oder eine AG grĂŒnden.

Wir hatten die gleichen Ansichten und Ideen und haben uns hervorragend verstanden.

Dann sind wir zu einem Berater gegangen, um unsere GeschÀftsidee analysieren zu lassen.

Der hat uns dann gesagt: 

„Eure Idee ist super und im Moment scheint ihr euch sehr zu mögen. Was ist aber, wenn ihr euch irgendwann nicht mehr so sehr mögt?“,

„Ihr wollt, dass jeder von euch einen Anteil von 50 % hat. Wenn einer in Zukunft aussteigen sollte, fahrt ihr die Firma vor die Wand, weil ihr euch nicht einigen könnt.“

„Damit euer Unternehmen auch dann noch funktioniert, sollte einer von euch 51 % und der andere 49 % erhalten. Alternativ holt ihr eine dritte Person ins Boot, die 2 % erhĂ€lt und das ZĂŒnglein an der Waage ist, wenn wichtige Entscheidungen getroffen werden mĂŒssen.“

TatsÀchlich hatte er recht. Die Firma wÀre handlungsunfÀhig, wenn wir in einem Streit auseinandergingen.

Ich habe ĂŒber die Jahre viele Horrorgeschichten gehört von Unternehmen, die bei gleichen Anteilen der Partner im Chaos endeten.

Deshalb meine Empfehlung: Bei der Partnerwahl solltest du nicht nur die richtige Person wÀhlen. 

Auch die Anteile sollten so verteilt sein, dass das Unternehmen handlungsfÀhig bleibt.

9. Optimiere Steuern im Bereich Lohnkosten

Nettolohnoptimierung als Unternehmer

Wenn du Mitarbeiter einstellen willst, ist das ein extrem wichtiger Punkt. 

Die Nettolohnoptimierung hilft dir, Lohnkosten zu senken.

Dadurch schaffst du fĂŒr deine Mitarbeiter und dich einen echten Mehrwert und sparst Geld.

Laut Gesetz gibt es 22 Aspekte im Steuer- und Sozialgesetz, die dir dabei helfen. Du kannst deinen Mitarbeitern so eine steuerfreie UnterstĂŒtzung geben.

Was es genau fĂŒr Möglichkeiten gibt, wird in diesem Beitrag gut erklĂ€rt.

Das kann eine gute Alternative sein, wenn du keine Lohnerhöhung geben kannst.

Meine Empfehlung: Such dir dazu unbedingt einen kompetenten und spezialisierten Steuerberater, der sich mit der Materie gut auskennt.

Ein ehemaliges Mastermind-Mitglied von uns ist in diesem Bereich ein echter Spezialist. Du findest seine Seite unter diesem Link.

10. Übertreibe nicht mit Versicherungen

Wir Deutschen sind Weltmeister beim Thema Versicherungen. Wir lieben sie.

Deshalb haben sich viele Finanzdienstleister auch auf Unternehmer spezialisiert. Es gibt zahlreiche Versicherungspakete fĂŒr sie.

FĂŒr viele Unternehmer können aber diese monatlichen Ausgaben zur Insolvenz fĂŒhren. Manchmal sind relativ kleine Ausgaben nĂ€mlich das ZĂŒnglein an der Waage.

Meine Empfehlung: Du musst dich nicht gegen alle möglichen FÀlle absichern. Lass dir nichts aufschwatzen, was du nicht unbedingt brauchst.

SelbststÀndig zu sein, bedeutet auch, in manchen Bereichen ein kalkuliertes Risiko einzugehen.

Beispiel: Altersvorsorge

NatĂŒrlich musst du auch fĂŒr deine Altersvorsorge Verantwortung ĂŒbernehmen. Wenn du aber Unternehmer bist, musst du mental 100 % in dein Unternehmen investieren.

Du musst an dich glauben und denken, dass es funktionieren wird.

Entweder wird dein Unternehmen dann spĂ€ter so erfolgreich, dass deine Rente darĂŒber gesichert ist, oder du machst einen Exit und erhĂ€ltst so viel Geld, dass du abgesichert bist.

Fazit

Wenn du deine SelbstĂ€ndigkeit anmelden willst, erwartet dich ein großes Abenteuer als Unternehmer. Nach oben hin sind fĂŒr deinen Erfolg keine Grenzen gesetzt.

Nur du entscheidest, welches Ziel du erreichen willst und was du bereit bist, dafĂŒr zu tun. 

Zuerst stehen aber bĂŒrokratische Fragen an: Werde ich Freiberufler sein oder doch ein Gewerbe anmelden mĂŒssen?

Als Freiberufler hast du einige rechtliche und steuerliche Vorteile. Auch die Anmeldung zur SelbststĂ€ndigkeit ist unkomplizierter.''FĂŒr ein Gewerbe brauchst du hingegen einen Termin beim Gewerbeamt.

FĂŒr ein Gewerbe brauchst du hingegen einen Termin beim Gewerbeamt.

Bevor du selbststÀndig wirst, solltest du dir unbedingt verinnerlichen, was das bedeutet.

Du bist verantwortlich fĂŒr das Wachstum deines Unternehmens. Deshalb solltest du von Anfang an korrekt starten, indem du deine Gesellschaftsform richtig wĂ€hlst und auf steuerliche HĂŒrden aufpasst.

Außerdem solltest du dein Arbeitsumfeld optimieren und ein externes BĂŒro bieten. Ein Assistent kann auch eine sinnvolle Investition sein.

ZusÀtzlich baust du dir dadurch Druck auf, der vielen Unternehmern beim Wachstum hilft. 

Suche dir auch die richtigen Mitarbeiter und Partner und konzentriere dich insbesondere auf das, was zÀhlt: Kunden und Umsatz

In diesem Sinne wĂŒnsche ich dir eine erfolgreiche SelbststĂ€ndigkeit und fette Beute!

Du willst als angehender SelbststÀndiger eine geballte Ladung Motivation und wissen, wie du die richtigen Entscheidungen triffst?

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Inhaltsverzeichnis

Über den Autor:

Dirk Kreuter hilft SelbststÀndigen und Unternehmern in den Bereichen Vertrieb, Unternehmertum und Digitalisierung

Fragen und Antworten:

Welche Unterlagen braucht man fĂŒr das Finanzamt bei der Anmeldung der SelbststĂ€ndigkeit?

FĂŒr die Anmeldung benötigst du das Formular „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“, das du bei deinem Finanzamt erhĂ€ltst.

Es gibt auch eine Online-PDF-Version, die du dir auf der Webseite des Finanzamtes herunterladen kannst.

Wann muss man die SelbststÀndigkeit anmelden?

Der Gesetzgeber hat festgelegt, dass die SelbststÀndigkeit ab dem Zeitpunkt der GewerbetÀtigkeit angemeldet sein muss. Am besten solltest du deshalb schon dein Gewerbe anmelden, bevor du mit deiner Arbeit beginnst und Rechnungen schreibst.

Dadurch haben du und deine Kunden Rechtssicherheit und Handlungssicherheit.

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