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Wie du erfolgreich verkaufen kannst, ohne beschimpft zu werden

Lerne, wie du erfolgreich verkaufen kannst, indem du dich im Vorfeld richtig vorbereitest und denkst wie ein erfolgreicher Top-Verkäufer.

Inhaltsverzeichnis

Angenommen, du willst bei der Kaltakquise am Telefon erfolgreich verkaufen. Der Kunde ist schlecht gelaunt und reagiert ausfallend. Er beschimpft dich.

Du kannst so eine Situation vermeiden, wenn du dich angemessen vorbereitest. Falls es trotzdem dazu kommt, kannst du richtig reagieren, wenn du das korrekte Mindset hast.

In diesem Artikel zeige ich dir, wie du wie ein Profi denkst und handelst. Du lernst, welche Mythen √ľber das Verkaufen dich zu einem unsympathischen Verk√§ufer machen und welche Glaubenss√§tze Top-Verk√§ufer haben.

Wenn du die falsche Einstellung zum Verkaufen hast, wirst du gar nicht erst anrufen wollen oder im Kundengespräch ins Stottern kommen.

Mit der richtigen Einstellung hingegen reagierst du souver√§n. Dich kann so leicht nichts aus der Bahn werfen, weil du von dir als Verk√§ufer √ľberzeugt bist. Lass uns deshalb schauen, wo die h√§ufigsten Fehler liegen.

Erfolgreich verkaufen: Tipps f√ľr eine gute Vorbereitung

Ablehnung im Verkaufsgespräch

Wenn ein Kunde schlechte Laune hat und ausfallend reagiert, liegt es nicht immer an dir. Vielleicht hatte er einen schlechten Tag und du bist zufällig da. Er lässt dann bei dir Dampf ab.

Von deiner Seite aus kannst du aber einiges tun, um deine Zeit und die deiner Kunden nicht zu verschwenden.

Stelle dir folgende Fragen, um typische Fehler zu vermeiden:

Kennst du deine Zielgruppe?

Studien haben gezeigt, dass irrelevante Werbung Menschen nervt. Das Gleiche gilt auch f√ľr deine Kaltakquise. Wenn du die falsche Zielgruppe anrufst, wirst du erstens kaum etwas verkaufen.

Dein Anruf wird Kunden zudem nerven.

Was sagt es n√§mlich √ľber dich aus, wenn du die falsche Zielgruppe kontaktierst?

Ganz einfach. Du hast dir im Vorfeld keine Gedanken √ľber deine Kunden gemacht. So verschwendest du deine eigene Zeit und die deiner Kunden.

Dann darfst du dich nicht wundern, wenn dein Angebot nicht wirkt. Stell dir deshalb die Frage, wer deine Zielgruppe ist.

Beispiele:

  • Du verkaufst hochpreisige medizinische Ger√§te. Deine Zielgruppe sind Entscheider in Krankenh√§usern.
  • Du verkaufst Suchmaschinenoptimierung von Webseiten. Deine Zielgruppe sind z. B. Handwerksbetriebe, die eine Webseite haben, aber bislang schwer gefunden werden.
  • Du bist ein Dienstleister f√ľr Facebook-Werbung. Deine Zielgruppe sind kleine bis mittlere Unternehmen, die bisher vergeblich in Facebook-Werbung investieren.

Wenn du Kaltakquise machst, hast du eine Liste von potenziellen Kunden. Gehören sie zur richtigen Zielgruppe? Folgende Fragen können dir helfen:

  • Welches sind die gr√∂√üten Probleme der Branche?
  • Was passiert, wenn diese Probleme nicht behoben werden?
  • Wie kann dein Produkt oder deine Dienstleistung bei der L√∂sung helfen?
  • Wie gro√ü sind die Unternehmen, denen du hilfst?
  • Seit wann sind Sie auf dem Markt?
  • Wie viele Mitarbeiter besch√§ftigen sie im Durchschnitt?
  • Wie gro√ü ist der Umsatz?
  • Welche Vorteile haben potenzielle Kunden bei dir im Vergleich zur Konkurrenz?

Merken: Um erfolgreich verkaufen zu k√∂nnen, musst du eine relevante Zielgruppe f√ľr dein Produkt festlegen. So vermeidest du, dass du dein Gegen√ľber langweilst und erh√∂hst deine Erfolgschancen.

Hast du einen guten Telefonleitfaden?

Bei der Kaltakquise solltest du immer einen Telefonleitfaden haben und ihn verinnerlichen. So kannst du dir im Vorfeld √ľberlegen, wie du das Interesse deiner Kunden weckst und aufrechterh√§ltst.

Wenn du keinen Leitfaden hast oder er schlecht geschrieben ist, wirst du Menschen am Telefon langweilen oder nerven.

Wenn du sehen m√∂chtest, welche Telefonleitf√§den gut und welche schlecht sind, schaue dir dazu meine Videoserie mit Beispielen dar√ľber an.

Wenn der Kunde merkt, dass du unsicher bist, wird er sich schlecht f√ľhlen und genervt sein.

Wie ein guter Schauspieler solltest du deshalb dein Skript auswendig lernen, damit du ihn selbstsicher und √ľberzeugend pr√§sentieren kannst. Beim Verkaufen gilt n√§mlich:

Wenn du andere √ľberzeugen willst, musst du selbst √ľberzeugt sein. Dein Skript sollte aus der Perspektive deines Kunden geschrieben sein.

Der gr√∂√üte Fehler ist, wenn Verk√§ufer √ľber sich selbst und ihr Produkt reden.

  • ‚ÄěIch mache X und Y‚Äú
  • ‚ÄěMein Produkt kann X oder Y.‚Äú
  • ‚ÄěIch kann ihnen mit meiner wunderbaren Dienstleistung helfen.‚Äú

Begrenze die Verwendung von Worten wie ‚ÄěIch‚Äú, ‚ÄěWir‚Äú und ‚ÄěMein/Unser‚Äú. Nichts f√ľhrt schneller dazu, dass jemand Interesse verliert. Dein Produkt ist f√ľr den Kunden zun√§chst uninteressant, wenn du nicht √ľber seine Bed√ľrfnisse sprichst.

Sprich in deinem Telefonleitfaden deswegen √ľber die Herausforderungen und W√ľnsche deines Kunden. Finde heraus, welche Probleme er hat und wie genau deine Leistung sie l√∂sen kann.

Komm außerdem auf den Punkt und rede nicht unnötig um den heißen Brei herum. Schließlich ist die Zeit deines Kunden kostbar und keiner mag, wenn Zeit verschwendet wird.

Merken
: Ein guter Telefonleitfaden ist ein Muss, damit du am Telefon professionell und souver√§n wirkst. Ein selbstsicheres und √ľberzeugtes Auftreten ist die Grundlage daf√ľr, wenn du dein Gegen√ľber √ľberzeugen willst. Achte auch darauf, dass du nicht √ľber dich selbst redest, sondern √ľber die Bed√ľrfnisse deines Kunden.

Bist du √ľberzeugt von deinem Produkt?

Ein guter Verk√§ufer ist von sich und seinem Produkt √ľberzeugt. Wenn du nicht dahinterstehst, wird dein Gegen√ľber das merken. Was kannst du also tun, wenn du nicht √ľberzeugt bist?

Dir bleibt nur eine M√∂glichkeit: H√∂r auf, ein Produkt zu verkaufen, an das du nicht glaubst! Du verschwendest deine eigene Zeit und die deines Kunden. Das gibt dir ein schlechtes Gef√ľhl und nervt dein Gegen√ľber.

W√§hle stattdessen etwas, wovon du selbst √ľberzeugt bist. Wie kann sich das auf das Kundengespr√§ch auswirken?

  • Leidenschaft: Du bist enthusiastisch und kannst es kaum abwarten, dass andere auf den Genuss deines Produkts kommen.
  • Positive Energie: Dein Kunde nimmt deine positive Energie auf und reagiert dementsprechend positiv.
  • Souver√§nes Verhalten: Zus√§tzlich kannst du mit Einw√§nden deiner Kunden viel besser umgehen. Denn du wei√üt, was sie verpassen, wenn sie sich nicht f√ľr dein Produkt entscheiden. Du argumentierst leidenschaftlich.

Ich habe mal mit einem Kundenberater der Deutschen Bank √ľber eine m√∂gliche Baufinanzierung gesprochen. Nach kurzer Zeit habe ich gemerkt, dass seine Energie nicht stimmte. Kurz darauf wurde mir klar, warum.

Er erklärte mir, er habe seine eigene Baufinanzierung nicht bei der Deutschen Bank, sondern bei einem Konkurrenten. Das hat mich genervt.

Denn so etwas geht gar nicht!

Wie will mich jemand von einem Produkt √ľberzeugen, wenn er selbst nicht daran glaubt und stattdessen zum Konkurrenten geht?

Es gibt nat√ľrlich noch weitere typische Fehler, √ľber die ich in diesem Beitrag geschrieben habe. Aber eine richtige √úberzeugung ist bereits die halbe Miete!

Merken
: Wenn du einen positiven Eindruck auf Kunden machen willst, musst du hinter deinem Produkt stehen. Falls du das nicht kannst, solltest du ein anderes Produkt verkaufen. Sonst nervst du deine Kunden nur und stehst deinem Erfolg selbst im Weg.

Wie gehst du mit Ablehnung um?

Verkäufer und Käufer im Dialog

Wenn du als Verkäufer Erfolg haben willst, musst du mit Ablehnung umgehen können. Denn letztlich gehört sie dazu. Du kannst nicht erwarten, dass jedes Gespräch mit einem Abschluss endet.

Du wirst immer mal wieder das Wort Nein hören, ganz egal, wie gut du als Verkäufer bist.

Kunden werden mal mehr oder weniger freundlich sein.

Die Frage ist: Wie gehst du damit um?

Wenn du nicht mit Ablehnung umgehen kannst, hat das zwei wesentliche Gr√ľnde
:

  • Du reagierst falsch auf Ablehnung
  • Du hast keine wichtigen und gro√üen Ziele

Grund 1: Du reagierst falsch auf Ablehnung

Gute Verkäufer haben einen konstant hohen Energielevel. Das liegt auch daran, dass sie richtig auf Ablehnung reagieren.

Normalerweise sinkt das Energielevel, wenn jemand abgelehnt wird.

Denn es ist f√ľr die meisten Menschen kein sch√∂nes Gef√ľhl. Die Frage ist aber, wie lange dieses schlechte Gef√ľhl anh√§lt.

L√§sst du dich durch eine Ablehnung am Telefon herunterziehen und denkst tage- und wochenlang √ľber die Erfahrung nach?

Dann wirst du deine Energie nicht aufrecht halten können. Die Folge: Dir fehlt die Energie bei den nächsten Gesprächen. Deine Kunden merken das und reagieren negativ.

So kommst du in eine Abwärtsspirale, in der jedes Folgegespräch schlecht läuft. Wie solltest du stattdessen auf Ablehnung reagieren?

Wir Menschen sind die einzigen Lebewesen, die ihre Einstellung zu etwas augenblicklich ver√§ndern k√∂nnen. Das schlechte Gef√ľhl der Ablehnung h√∂rt ab dem Moment auf, wenn du folgende Entscheidung triffst:

‚ÄěOk, das war eine Ablehnung. Schei√üegal! Ich mache weiter. Jetzt erst recht! Attacke!‚Äú

Wenn du im Verkaufsgespräch richtig reagieren willst, solltest du auch eine Struktur habe. Lies dazu folgenden Artikel von mir:

Grund 2: Du hast keine wichtigen und großen Ziele

Wenn einer faul ist und nicht aus dem Quark kommt, liegt das an einem Mangel an wichtigen und großen Zielen.

Das Gleiche gilt, wenn du dich von Ablehnung schnell runterziehen lässt. Große und wichtige Ziele geben dir die Kraft und das Momentum, um Ablehnung zu erfahren und schnell wieder aufzustehen und weiterzumachen.

Was bedeutet Momentum? Einfach gesagt: Es ist eine Geschwindigkeit. Beispiel:

Stell dir vor, du w√§rst Fahrrad. Zuerst f√§ngst du mit einer sehr langsamen Geschwindigkeit an. Dabei ist das Fahrrad so langsam, dass es instabil ist. Es k√∂nnte jederzeit kippen und du musst dir besondere M√ľhe geben, um die Balance zu halten.

Die Wahrscheinlichkeit, dass du bei dieser langsamen Geschwindigkeit umfällst, ist groß.

Wenn du eine gewisse Geschwindigkeit erreichst, fährst du viel sicherer. Wenn du schnell genug bist, kannst du mit ein bisschen Übung sogar freihändig fahren.

Denn du hast genug Momentum, das dir diese Stabilität gibt.

Als Verkäufer solltest du ebenfalls ein hohes Momentum haben, um mit Ablehnung umgehen zu können. Das bedeutet in der Praxis:

Habe eine extrem hohe Schlagzahl und rufe bei der Kaltakquise Dutzende Kunden pro Tag an. Ich empfehle, dass du mindestens 100 Kunden pro Tag anrufst.

So kannst du nach einer Ablehnung kurz reflektieren und sofort weitermachen.

Merken
: Mit Ablehnung kannst du am besten umgehen, wenn du schnell wieder aufstehst und weitermachst. Das kannst du am besten, wenn du große und wichtige Ziele hast, die dich antreiben und dir ein großes Momentum geben.

4 Mindsets, die deine Kunden triggern

Mindsets, die Kunden alarmieren

Kennst du das, wenn du mit jemandem sprichst und merkst, dass etwas nicht stimmt? Du wei√üt nicht genau, was es ist. Aber du sp√ľrst, dass etwas faul an dem Gesagten ist.

Das passiert h√§ufig, wenn jemand etwas sagt, wovon er nicht √ľberzeugt ist. Die Person hat Selbstzweifel.

Ihre Körpersprache und ihr Tonfall passen nicht zu ihren Worten. Das wirkt unsicher und zweifelhaft.

Das passiert Verk√§ufern, wenn sie negative Glaubenss√§tze √ľber das Verkaufen haben.

Du musst aber √ľberzeugt von dir und deinen Produkten sein, wenn du andere √ľberzeugen und begeistern willst.

Ich zeige dir die häufigsten Bullshit-Gedanken, die dich beim Verkaufen blockieren und Kunden unheimlich nerven.

1. ‚ÄěIch will Kunden nicht auf den Wecker fallen‚Äú

Stell dir vor, du wärst ein Wissenschaftler und hättest ein absolut wirksames Mittel gegen Krebs entdeckt.

Jetzt m√ľssten nur noch andere Menschen davon erfahren, damit das Medikament auf den Markt kommt und es Millionen Menschen helfen kann.

Also beschließt du, anderen Kollegen und Entscheidern in der Pharmaindustrie davon zu erzählen.

Schlie√ülich k√∂nnte jeder Anruf daf√ľr sorgen, dass mehr Menschenleben gerettet werden. Das klappt, wenn du verst√§ndlich erkl√§ren und verkaufen kannst.

W√ľrdest du jemals denken: ‚ÄěIch will meine Kollegen und Entscheider nicht nerven. Am besten rufe ich niemanden an, damit keiner von mir genervt ist. Oder ich rufe nur ein oder zwei Personen im Monat an, damit ich nicht alle nerve.‚Äú

Nein, das wäre Unsinn. Denn dein Produkt ist so wertvoll und wichtig, dass du so viele relevante Menschen wie möglich kontaktieren willst. Und genau das ist die Einstellung, die du als Verkäufer brauchst.

Bist du √ľberzeugt von deinem Produkt?

Glaubst du daran, dass es das Leben von Menschen positiv verändern kann?

Glaubst du daran, dass Menschen etwas verpassen, wenn sie dein Produkt nicht kaufen?

Merkst du, was f√ľr ein Schwachsinn es dann ist, zu denken, du k√∂nntest deine Zielgruppe nerven?

Wenn ein Kunde dein Produkt nicht kauft, wird er womöglich zu einer deutlich schlechteren Wahl greifen.

Wenn du denkst: ‚ÄěIch will dem Kunden nicht auf den Wecker fallen‚Äú und anrufst, wirst du z√∂gerlich reden. Du wirst nicht 100 % geben und zur√ľckhaltend sein.

Und diese Selbstzweifel können Kunden nerven.

Ersetze den Gedanken ‚ÄěIch will Kunden nicht auf den Wecker fallen‚Äú mit ‚ÄěIch will auf gar keinen Fall, dass Kunden mein gro√üartiges Angebot verpassen und zu einer schlechteren Wahl greifen.‚Äú

Merken
: Wenn jemand von einer gro√üartigen Gelegenheit genervt ist, musst du ihn vom Gegenteil √ľberzeugen. Sei also zuerst selbst √ľberzeugt von deinem Produkt, weil es das Leben deiner Kunden positiv ver√§ndern kann. So wirkst du selbstsicher und hast ein echtes Top-Verk√§ufer-Mindset!

2. ‚ÄěUm guten Umsatz zu machen, muss man l√ľgen‚Äú

Das ist noch so ein Mythos, der dich hemmt, blockiert und deinen Kunden √ľber deine K√∂rpersprache und deinen Sprechton signalisiert:

‚ÄěAlarm: An diesem Verk√§ufer ist etwas faul!‚Äú

Denn du kannst dich nicht wohl in deiner Haut als Verk√§ufer f√ľhlen, wenn du glaubst, dass erfolgreiche Verk√§ufer L√ľgner sein m√ľssen.

Du sendest deinem Unterbewusstsein das Signal: ‚ÄěIch will nicht erfolgreich verkaufen. Denn sonst bin ich ja ein L√ľgner.‚Äú

So sabotierst du dich selbst und musst dich nicht wundern, wenn Kunden von dir genervt sind.

Glaubst du tats√§chlich, dass erfolgreiche Verk√§ufer L√ľgner sind?

Das ist ein weitverbreiteter Glaubenssatz, der in vielen Filmen vermittelt wird.

Ganz nach dem Motto: den Kunden anhauen, umhauen und abhauen. Oder auch: Den Kunden so schnell √ľber den Tisch ziehen, dass er die Reibungsw√§rme als Nestw√§rme empfindet.

Woher kommt diese Denkweise, die etwa in vielen Hollywood-Filmen klischeehaft dargestellt wird?

Klassiker: Ein schmieriger Verk√§ufer l√ľgt einem ehrlich und hart arbeitenden B√ľrger etwas vor, um zu verkaufen. Er macht dabei das gro√üe Geld, w√§hrend der ehrliche Kunde das Nachsehen hat.

Das suggeriert: Erfolgreiche Verk√§ufer sind immer unehrlich und grandiose L√ľgner.

Tatsächlich gab es eine Zeit in den 50er- und 60er-Jahren, indem es zahlreiche unehrliche Verkäufer gab, die das schnelle Geld suchten.

Und diese Strategie hat zum Teil sogar funktioniert. Heutzutage ist diese Art des Verkaufs nutzlos.

Warum?

Es geht nicht mehr nur um den einmaligen Verkauf, sondern um eine langfristige Beziehung mit Kunden.

Unternehmen können es sich nicht mehr leisten, nur einen einzigen Auftrag pro Kunden zu erhalten und danach nie wieder etwas von ihm zu hören. Außerdem vergisst das Internet heutzutage nicht.

Wenn jemand einen Kunden √ľbervorteilt oder bel√ľgt, steht das hinterher als Feedback in einem der zahlreichen Online-Meinungsportale und bricht Verk√§ufern so das Genick.

Das bedeutet: Ehrlich währt am längsten!

In der Realität stimmt also das genaue Gegenteil:

Um guten Umsatz zu machen, muss man ehrlich sein und Kunden langfristig zufriedenstellen.

Merken
: Ehrlich w√§hrt am l√§ngsten. Das gilt in anderen Lebensbereichen genauso wie beim Verkauf. Klischees √ľber schmierige, l√ľgende Verk√§ufer sind √ľberholt und kommen in Wahrheit fast nur noch in schlechten Filmen vor.

3. ‚ÄěIch bin kein Verk√§ufertyp‚Äú

Wie sehr kannst du von dir √ľberzeugt sein und selbstbewusst auftreten, wenn du dich nicht als Verk√§ufer siehst?

Wie gut kannst du dann Kunden √ľberzeugen?

In diesem Glaubenssatz steckt insbesondere folgender Irrtum:

‚ÄěVerk√§ufer sind laute Menschen und dr√§ngen sich jedem auf. Nein, also so einer bin ich nicht.‚Äú

Merk dir eins: Du wirst niemals Karriere machen, wenn du dich nicht als Verkäufer siehst. Außerdem:

Wenn ein Verkäufer aufdringlich wirkt, ist er kein guter Verkäufer.


Fakt ist: Wir mögen nicht, wenn uns etwas verkauft wird. Aber jeder kauft gerne.

Beispielsweise gehen die meisten gerne shoppen - ob Schuhe, Klamotten, Elektrogeräte oder Material aus dem Baumarkt.

Ein guter Verk√§ufer verkauft so, dass der Kunde sp√§ter denkt: ‚ÄěMir wurde nichts verkauft, sondern ich habe selbst etwas gekauft.‚Äú

Und genau das kannst du lernen. Jetzt sagst du vielleicht:

‚ÄěAber Dirk, ich bin introvertiert. Wie kann ich denn als Verk√§ufer erfolgreich werden?‚Äú

Nat√ľrlich gibt es auch f√ľr introvertierte Menschen viele M√∂glichkeiten, damit sie noch erfolgreicher werden k√∂nnen. Sie k√∂nnen das Verkaufen genauso lernen wie Extrovertierte. Aber etwas ist noch wichtiger:

Hör auf, das als Ausrede zu verwenden!

Ich war zum Beispiel als Kind wirklich introvertiert. Außerdem kenne ich viele Unternehmer, Speaker, Trainer und Verkäufer, die ebenfalls von Haus aus introvertiert sind.

Deshalb kann der Satz: ‚ÄěIch bin aber introvertiert‚Äú nicht als Ausrede oder Vorwand gelten.

Jeder muss beim Verkauf mit inneren Widerst√§nden umgehen - egal, ob man introvertiert, Frau, Mann oder was auch immer ist. Und nat√ľrlich f√ľhlt sich das unbequem an, wenn man keine Routine hat oder neu dabei ist.

‚ÄěAber als Verk√§ufer wird man doch geboren, oder?‚Äú

So ein Bullshit!

Ja, es gibt Menschen, die das Verkaufen schneller lernen. Sie bringen von Anfang an Talent mit.

Das ist aber in jedem Bereich so.

Manche lernen das Schwimmen schneller als andere, wenn sie regelm√§√üig √ľben. Trotzdem lernt es letztlich jeder, wenn er dranbleibt. Genauso ist es bei jedem Handwerk, in der Musik oder der Wissenschaft.

Merken
: Es gibt viele unterschiedliche Verkäufertypen. Jeder kann verkaufen. Nimm deine Persönlichkeit nicht als Ausrede und Vorwand, um Verkaufsgespräche zu meiden oder vor Kunden unsicher aufzutreten. Solche Bullshit-Storys blockieren dich und lassen dich vor Kunden zweifelhaft auftreten.

4. ‚ÄěDer Kunde kann selbst entscheiden.‚Äú

Entscheidung dem Kunden √ľberlassen?

Dieser Irrtum f√ľhrt dazu, dass viele Verk√§ufer den Abschluss meiden. Sie h√∂ren nicht auf, zu argumentieren und reden um den hei√üen Brei herum - all das nur, um die Abschlussfrage nicht stellen zu m√ľssen. Denn der Kunde k√∂nnte schlie√ülich ‚ÄěNein‚Äú sagen.

F√ľr mich ist das kein Verk√§uferverhalten. Das machen nur Berater.

‚Äć
Echte Verk√§ufer haben am Ende des Gespr√§chs immer ein ‚ÄěCall to Action‚Äú, eine Aufforderung zum Kauf. Sie fordern den Kunden auf, jetzt eine endg√ľltige Entscheidung zu treffen.

Das ist nicht unhöflich, sondern im Gegenteil!

Es hilft den Kunden, Klarheit zu schaffen. Wie oft finden wir etwas gut oder wollen etwas ver√§ndern. Wir qu√§len uns und √ľberlegen ewig, ob wir etwas tun oder lassen sollen.

Beispiele:

  • ‚ÄćReisen: ‚ÄěDie Reise w√§re so toll. Aber sollte ich sie buchen?‚Äú‚Äć
  • Jobwechsel: ‚ÄěIch bin unzufrieden bei meinem Arbeitgeber. Aber sollte ich wirklich wechseln?‚Äú‚Äć
  • Beziehung: ‚ÄěMein Partner und ich qu√§len uns seit Jahren durch die Beziehung. Doch was mache ich ohne ihn/sie?‚Äú‚Äć
  • Autokauf: ‚ÄěIch brauche unbedingt ein neues Auto und tr√§ume von einem bestimmten Modell. Kaufe ich es oder nicht?‚Äú

Wir wissen immer, dass die Entscheidung f√ľr eine Ver√§nderung gut w√§re. Aber wir finden manchmal nicht den Mut, im jetzigen Moment die richtige Entscheidung zu treffen.

Hier kommt der Verkäufer ins Spiel.

Er hilft Kunden n√§mlich bei der Entscheidungsfindung. So sorgt er f√ľr Klarheit.

Das ist alles andere als unhöflich. Manchmal brauchen wir alle jemanden, der uns zu einer Entscheidung verhilft.

Als Verk√§ufer kennst du dein Produkt besser als dein Kunde und wei√üt, dass er etwas Besonderes in seinem Leben verpasst, wenn er sich nicht daf√ľr entscheidet.

Merken
: Wenn du deinen Kunden die Entscheidung √ľberl√§sst, machst du ihnen nur das Leben schwer. Denn wir alle stehen manchmal zwischen zwei St√ľhlen und k√§mpfen mit uns selbst. Gute Verk√§ufer haben ein tiefes Interesse am Wohl ihrer Kunden und helfen Ihnen bei der Entscheidung.

Fazit

Du möchtest Kunden nicht verärgern und ihnen das bestmögliche Verkaufserlebnis bieten? Dann sei ein Profi und bereite dich gut vor.

Pr√§sentiere dein Angebot einer passenden Zielgruppe. Kunden sch√§tzen es n√§mlich, wenn du die L√∂sung f√ľr ihre Herausforderungen und W√ľnsche hast.

Sei dabei selbstsicher, indem du etwa bei der Kaltakquise einen guten Telefonleitfaden parat hast. So kannst du dein Skript auswendig lernen und √ľberzeugend auftreten.

Nat√ľrlich kannst du trotzdem nicht immer verhindern, dass ein Kunde einen schlechten Tag hat und nicht positiv auf dich reagiert.

Die Frage ist aber: Wie gehst du mit dieser Ablehnung um? Lässt du den Kopf hängen und versinkst in Selbstzweifel?

Oder stehst du sofort wieder auf und sagst: ‚ÄěJetzt erst recht!‚Äú

Wenn du dich und dein Produkt selbstsicher pr√§sentieren willst, brauchst du die richtige Denkweise. Ein unsicheres Auftreten sorgt f√ľr Zweifel bei deinem Gegen√ľber.

Stehe hinter deinem Produkt und sei √ľberzeugt davon, dass dein Verkaufsgespr√§ch deinem Kunden nur Vorteile bringt.

Vergiss alte Mythen √ľber Verk√§ufer. Sieh den Verkaufsprozess als das, was er ist:

Er zeigt deinem Kunden Möglichkeiten auf und erleichtert ihm die Entscheidung. Durch den Kauf kann er seine Probleme lösen.

In diesem Sinne: Attacke!

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Inhaltsverzeichnis

√úber den Autor:

Dirk Kreuter hilft Selbstständigen und Unternehmern in den Bereichen Vertrieb, Unternehmertum und Digitalisierung

Fragen und Antworten:

Wie kann man mehr verkaufen?

Die erste M√∂glichkeit ist, die Schlagzahl zu erh√∂hen und mit mehr Kunden in Kontakt zu treten. Rein mathematisch ist es n√§mlich nur eine Frage der Kundengespr√§che, bis automatisch mehr Verkaufsabschl√ľsse entstehen.

Die zweite Möglichkeit ist, die Verkaufstechnik bei gleicher Anzahl an Kundengesprächen zu verbessern. Das bedeutet, dass ein Verkäufer sich weiterbildet und aus seinen Fehlern im Kundengespräch dazulernt.

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Wann ist ein Verkäufer erfolgreich?

Der Erfolg eines Verk√§ufers definiert sich √ľber die Zahl seiner Verkaufsabschl√ľsse. Je besser die Verkaufsquote, desto besser ist ein Verk√§ufer.

Welche Produkte verkaufen sich am besten?

In jeder Branche k√∂nnen unterschiedliche Produkte besonders erfolgreich sein. Damit ein Produkt gekauft wird, muss es zu den Bed√ľrfnissen der Kunden passen. Je besser es passt, desto gr√∂√üter ist das Verkaufspotenzial.

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